# Die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute im Jahr 2024 * [*1 Geschäftsumfeld und strukturelle Entwicklungen im deutschen Bankensektor*](#tar-1 "1 Geschäftsumfeld und strukturelle Entwicklungen im deutschen Bankensektor") * *[*1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld*](#tar-2 "1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld")* * **[*1.2 Bilanzielle und strukturelle Entwicklungen im deutschen Bankensektor*](#tar-3 "1.2 Bilanzielle und strukturelle Entwicklungen im deutschen Bankensektor")** * ***[*2 Ertragslage, Profitabilität und Wirtschaftlichkeit*](#tar-4 "2 Ertragslage, Profitabilität und Wirtschaftlichkeit")*** * ***[*Methodische Erläuterungen*](#tar-5 "Methodische Erläuterungen") * *[*2.1 Jahresüberschuss vor Steuern*](#tar-6 "2.1 Jahresüberschuss vor Steuern")**** * ***[*Auswirkungen des aktuellen Umfelds auf die Entwicklung der Vermögensqualität in den Portfolios deutscher Kreditinstitute*](#tar-7 "Auswirkungen des aktuellen Umfelds auf die Entwicklung der Vermögensqualität in den Portfolios deutscher Kreditinstitute") * *[*2.2 Profitabilität und Wirtschaftlichkeit*](#tar-8 "2.2 Profitabilität und Wirtschaftlichkeit")**** * ***[*3 Ausblick*](#tar-9 "3 Ausblick")*** * ***[*Literaturverzeichnis*](#tar-10 "Literaturverzeichnis")*** ****Im aktuellen Berichtsjahr wurde das 2023 erzielte Rekordniveau des Jahresüberschusses vor Steuern übertroffen. Nach seinem außergewöhnlich starken Anstieg im Vorjahr verbesserte sich der Jahresüberschuss vor Steuern insgesamt nochmals um gut 5 %. Mit 51 Mrd € erzielten die deutschen Kreditinstitute in dem für die -Statistik maßgeblichen Berichtszeitraum seit 1999 einen neuen Höchstwert.****{#par-ea67u5} ****Anders als im Vorjahr war für den Anstieg nicht das operative Geschäft ausschlaggebend, sondern der Saldo der anderen und außerordentlichen Rechnung. Dessen Entwicklung wurde maßgeblich von Sondereffekten in der Gruppe der Großbanken sowie der Regional- und sonstigen Kreditbanken getrieben. Ohne den Beitrag des Saldos der anderen und außerordentlichen Rechnung wäre der aggregierte Jahresüberschuss etwas niedriger als im Vorjahr ausgefallen. Insgesamt blieb die Ertragslage der Banken aber weiterhin sehr komfortabel mit Gewinnen, die sehr deutlich über dem langfristigen Durchschnitt lagen.****{#par-e829u3} ****Im operativen Geschäft erzielten die deutschen Banken Erträge leicht oberhalb des im Vorjahr erreichten Rekordniveaus (+ 0,8 %). Der Zinsüberschuss konnte ausgehend von dem außergewöhnlich hohen Vorjahresniveau trotz der Mitte des Jahres beginnenden Zinssenkungsphase leicht gesteigert werden (+ 0,6 %). Gleichzeitig wurde der Provisionsüberschuss (+ 9,0 %) deutlich erhöht. Die Verschlechterung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses bei einem Institut in der Gruppe der Großbanken zehrte den Anstieg in der Aggregatsbetrachtung allerdings fast vollständig auf. Der hierdurch insgesamt nur leichte Anstieg der operativen Erträge reichte nicht aus, um den gleichzeitigen Anstieg der Verwaltungsaufwendungen (+ 1,4 %) zu kompensieren.****{#par-o1i863} ****Der Netto-Bewertungsaufwand erhöhte sich insgesamt spürbar (+ 27,9 %). Ursächlich hierfür waren vor allem deutlich gestiegene Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft aufgrund der gedämpften wirtschaftlichen Entwicklung, struktureller Anpassungen am Gewerbeimmobilienmarkt sowie allgemein gestiegener Unsicherheiten infolge geopolitischer Entwicklungen.****{#par-a94259} ****Im laufenden Jahr bleibt das Geschäftsumfeld der deutschen Kreditinstitute herausfordernd. Geopolitische Risiken beeinträchtigen die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Sich daraus materialisierende Kreditrisiken könnten die Ertragssituation der deutschen Kreditinstitute belasten. Inwieweit sich die ab Juni 2024 erfolgten Leitzinssenkungen künftig auf den Zinsüberschuss als wichtigste Ertragsquelle der deutschen Kreditinstitute und damit letztlich die Ertragssituation auswirken, bleibt abzuwarten.****{#par-iu7e67} ***1 Geschäftsumfeld und strukturelle Entwicklungen im deutschen Bankensektor*** {#tar-1} ----------------------------------------------------------------------------------------- *****Die deutschen Kreditinstitute agierten im Berichtsjahr in einem nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld.** Die deutsche Wirtschaft verharrte in einer ausgeprägten Schwächephase, die bereits seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 anhält.[\[1\]](#_ftn_root_1) Seitdem lasteten Auswirkungen geopolitischer Konflikte, die restriktive Geldpolitik und hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit auf der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Zugleich steht die deutsche Wirtschaft aufgrund der sich ändernden strukturellen Rahmenbedingungen im In- und Ausland unter einem hohen Anpassungsdruck**.*****{#par-a45892} ****Das Kreditwachstum blieb im Jahr 2024 insgesamt verhalten.** Die anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten dämpften die Kreditnachfrage von Unternehmen und privaten Haushalten. Die Nachfrage nahm ab der zweiten Jahreshälfte infolge gesunkener Zinsen zwar zu, blieb jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau. Daneben strafften die Kreditinstitute angesichts gestiegener Kreditrisiken und einer vorsichtigeren Risikoeinschätzung ihre Kreditvergaberichtlinien.[\[2\]](#_ftn_root_2) Positiv für die deutschen Kreditinstitute wirkte sich hingegen der Rückgang der Finanzierungskosten aus. Vor dem Hintergrund sinkender Inflationsraten und eines günstigen Inflationsausblicks lockerte das Eurosystem im Jahresverlauf 2024 seinen geldpolitischen Kurs.[\[3\]](#_ftn_root_3)**{#par-e3u6o1} ### **1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld** {#tar-2} ****Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Berichtsjahr. Das Bruttoinlandsprodukt sank preis- und kalenderbereinigt nach den jüngsten Revisionen des Statistischen Bundesamtes um 0,5 %, nachdem es bereits im Vorjahr spürbar nachgegeben hatte.**[\[4\]](#_ftn_root_4) Dabei zeigte sich zunehmend, dass diese Entwicklung nicht nur konjunkturell, sondern auch strukturell bedingt ist. Anpassungsdruck resultiert unter anderem aus einer zunehmenden Konkurrenz auf den internationalen Märkten, den Folgen des demografischen Wandels sowie dem Umbau hin zu einer CO₂-neutralen Wirtschaft.[\[5\]](#_ftn_root_5)**{#par-eoi72e} ****Die Inflationsrate in Deutschland schwächte sich im Jahresverlauf 2024 deutlich ab.** Die Teuerungsrate sank gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex () von jahresdurchschnittlich 6 % im Vorjahr auf 2,5 %. Der Disinflationsprozess in Deutschland schritt damit weiter voran. Auch im Euroraum sanken die Teuerungsraten im Berichtsjahr merklich.[\[6\]](#_ftn_root_6)**{#par-oue6i3} ****Angesichts des verbesserten Inflationsausblicks lockerte die****ihren geldpolitischen Kurs.**In vier Schritten senkte der -Rat den geldpolitisch relevanten Einlagezinssatz ab Juni 2024 um insgesamt 1 Prozentpunkt ab. Die Finanzierungskosten der deutschen Kreditinstitute waren infolge der Zinssenkungen rückläufig.**{#par-eaue3a} ****Phasen hoher Marktvolatilität an den Aktienmärkten hielten nur kurz an.** Insbesondere die überraschende Ankündigung von Neuwahlen in Frankreich im Juni 2024 löste kurzzeitig erhebliche Marktreaktionen im Euroraum aus. Nennenswerte Kursverluste französischer Unternehmensaktien lasteten infolge der politischen Unsicherheiten auf der Entwicklung des europäischen Aktienmarktes. Zudem sorgte die -Präsidentschaftswahl im November 2024 für zusätzliche wirtschafts- und geopolitische Unsicherheit.[\[7\]](#_ftn_root_7) Die mit dem Wechsel der -Präsidentschaft erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen spiegelten sich an den internationalen Finanzmärkten wider: Starke Kursgewinne verzeichneten vor allem börsennotierte Unternehmen in den . Die Marktteilnehmer gingen davon aus, dass diese von den seitens der neuen -Regierung angekündigten Maßnahmen zur Deregulierung, Zollerhebung und Steuersenkung profitieren würden. Im Euroraum dämpften hingegen gesunkene Gewinnerwartungen und Unsicherheiten über die -Zollpolitik die Kursentwicklung.[\[8\]](#_ftn_root_8)**{#par-o59o7a} ### **1.2 Bilanzielle und strukturelle Entwicklungen im deutschen Bankensektor** {#tar-3} ****Die Konsolidierung im deutschen Bankensektor setzte sich im Berichtsjahr fort.** Wie bereits in den Vorjahren gingen sowohl die Anzahl der Kreditinstitute als auch die Anzahl der Zweigstellen weiter zurück.[\[9\]](#_ftn_root_9) Der Großteil des Rückgangs entfiel erneut auf die Kreditgenossenschaften. Der Rückgang der Zweigstellen war primär auf einen Abbau bei den Großbanken zurückzuführen. Aber auch die Sparkassen und Kreditgenossenschaften reduzierten die Anzahl ihrer Zweigstellen erneut.[\[10\]](#_ftn_root_10)**{#par-eue894} {#par-o29ia4}{#par-o8o53i}{#par-uo3oue}{#par-i991aa}{#par-i585e8}{#par-i4u54i}{#par-i951a8}{#par-o3423e}{#par-i36321}{#par-ea3533}{#par-u52211}{#par-e59687} | **Tabelle 3.1: Strukturdaten der deutschen Kreditwirtschaft** Stand am Jahresende ||||||| | **Bankengruppe** | **Zahl der Institute ^1)^** ||| **Zahl der Zweigstellen ^1)^** ||| | **Bankengruppe** | **2022** | **2023** | **2024** | **2022** | **2023** | **2024** | | **Alle Bankengruppen** | 1 396 | 1 340 | 1 305 | 20 432 | 19 488 | 17 857 | |-------------------------------------------------------------------------------------|---------:|----------|----------|----------|----------|----------| | **Kreditbanken** | 247 | 242 | 238 | 4 825 | 4 572 | 3 292 | | **Großbanken** | 3 | 3 | 3 | 3 719 | 3 471 | 2 184 | | **Regionalbanken und sonstige Kreditbanken** | 142 | 137 | 133 | 954 | 941 | 943 | | **Zweigstellen ausländischer Banken** | 102 | 102 | 102 | 152 | 160 | 165 | | **Landesbanken** | 6 | 6 | 6 | 144 | 139 | 138 | | **Sparkassen** | 362 | 354 | 349 | 7 326 | 6 965 | 6 788 | | **Kreditgenossenschaften** | 735 | 696 | 671 | 6 881 | 6 575 | 6 389 | | **Realkreditinstitute** | 8 | 7 | 7 | 31 | 31 | 31 | | **Bausparkassen** | 18 | 14 | 13 | 1 205 | 1 186 | 1 202 | | **Banken mit Sonder-, Förder- und sonstigen zentralen Unterstützungsaufgaben ^2)^** | 20 | 21 | 21 | 20 | 20 | 17 | {#par-a2698u} ****Die aggregierte jahresdurchschnittliche Bilanzsumme der deutschen Kreditinstitute war erstmals seit 2018 leicht rückläufig.** Laut monatlicher Bilanzstatistik belief sie sich 2024 auf 10,6 Billionen € (- 0,9 % gegenüber 2023). Bereits im Jahr 2023 war sie deutlich langsamer gewachsen als in den Jahren 2019 bis 2022. Besonders stark ausgeprägt war der Rückgang bei den Landesbanken (- 4,9 %) und den Großbanken (- 4,7 %).[\[11\]](#_ftn_root_11) Die Regional- und sonstigen Kreditbanken wiesen hingegen ein deutliches Bilanzwachstum aus (+ 6,7 %). Auch der Zuwachs bei den Kreditgenossenschaften war mit + 1,9 % nennenswert. Die jahresdurchschnittliche Bilanzsumme der Sparkassen blieb nahezu unverändert (+ 0,2 %).**{#par-eoa165} ****Die Einlagen der deutschen Banken bei der Zentralbank gingen erneut deutlich zurück.**Im Jahresdurchschnitt 2024 verringerten sich die verzinslichen Einlagen der Kreditinstitute um 10 % und damit nochmals stärker als im Vorjahr. Erstens tilgten die Banken die letzten noch ausstehenden gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (). Zweitens nahm die Geschwindigkeit beim Abbau der geldpolitischen Wertpapierbestände merklich zu: Beim Pandemie-Notfallankaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme, ) verringerte das Eurosystem die Reinvestitionen im zweiten Halbjahr 2024 deutlich und stellte sie zum Jahresende vollständig ein. Im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme, ) waren die Reinvestitionen bereits Anfang Juli 2023 eingestellt worden.[\[12\]](#_ftn_root_12)**{#par-e775ai} ****Auf der Aktivseite der aggregierten Bilanz des deutschen Bankensystems verringerte sich zudem das Wachstum der Buchkredite merklich.**Laut den Daten der monatlichen Bilanzstatistik reduzierte sich das jahresdurchschnittliche Wachstum der Buchkredite an inländische Nichtbanken im Berichtsjahr auf 0,8 % und damit auf den niedrigsten Wert seit 2014. Ein im Quervergleich aller Bankengruppen überdurchschnittliches Wachstum wiesen in erster Linie die Kreditgenossenschaften (+ 2,2 %) sowie die Regional- und sonstigen Kreditbanken (+ 2,1 %) aus. Der Buchkreditbestand der Sparkassen wuchs hingegen erneut unterdurchschnittlich (+ 0,6 %). Negativ ins Gewicht fielen zudem insbesondere die Rückgänge bei den Großbanken (- 1,7 %) und Landesbanken (- 1,6 %).**{#par-ee7842} ****Vor allem die Buchkreditvergabe an nichtfinanzielle Unternehmen war im Berichtszeitraum weiterhin schwach.**Zum einen dämpfte das schwierige makroökonomische Umfeld die Kreditnachfrage. Neben den im Jahresverlauf zunächst weiterhin hohen Finanzierungskosten wirkten sich hier vor allem die unsicheren Wirtschaftsaussichten aus. Zum anderen strafften Banken in Deutschland ihre Kreditvergaberichtlinien im Firmenkundengeschäft insgesamt weiter. Dies begründeten die in der Umfrage zum Kreditgeschäft befragten Banken mit einer gesunkenen Risikotoleranz und einem aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage gestiegenen Kreditrisiko.[\[13\]](#_ftn_root_13)**{#par-i47481} ****Das Buchkreditgeschäft mit privaten Haushalten erholte sich im Jahresverlauf leicht.** Insbesondere das Wohnungsbaukreditgeschäft verzeichnete insgesamt einen leichten Zuwachs (+ 0,8 %). Aufgrund des gesunkenen allgemeinen Zinsniveaus sowie optimistischerer Einschätzungen der privaten Haushalte mit Blick auf die Aussichten am Wohnimmobilienmarkt wurden Wohnungsbaukredite im Jahr 2024 insgesamt wieder stärker nachgefragt als noch im Jahr zuvor. Gleichzeitig strafften die Banken in Deutschland jedoch auch in diesem Segment ihre Kreditvergaberichtlinien.[\[14\]](#_ftn_root_14) Ein besonders hohes Kreditwachstum im privaten Wohnungsbaugeschäft wiesen mit einem Zuwachs von 3,4 % vor allem die Regional- und sonstigen Kreditbanken aus. Die Kreditgenossenschaften verzeichneten mit + 1,8 % ebenfalls ein im Quervergleich aller Bankengruppen überdurchschnittliches Kreditwachstum, welches allerdings deutlich unterhalb des Vorjahreswertes lag (+ 3,1 %). Die Sparkassen traten hingegen auf der Stelle (+ 0,1 %), nach einem Anstieg von 1,6 % im Vorjahr. Bei den Großbanken war das Wohnungsbaukreditgeschäft rückläufig (- 1,8 %).**{#par-auo752} ****Auf der Passivseite der aggregierten Bankbilanz blieb das Einlagenwachstum gemessen am langfristigen Mittel (3,4 %) ähnlich schwach wie im Vorjahr.**Die Einlagen inländischer Nichtbanken bei deutschen Kreditinstituten wuchsen um 2,3 %.[\[15\]](#_ftn_root_15) Insbesondere die Sichteinlagen gingen erneut deutlich zurück (- 3,0 %), wenngleich weniger stark als 2023 (- 4,5 %). Daneben halbierte sich das Wachstum der Termineinlagen nahezu (+ 15,2 %). Aufgrund der verringerten Renditedifferenzen zwischen den einzelnen Einlagearten sowie geänderter Zinserwartungen kamen die seit der Zinswende 2022 beobachteten Umschichtungen von Sicht- in Termineinlagen im Jahresverlauf 2024 zum Halten.[\[16\]](#_ftn_root_16)**{#par-u7o8ea} ****Das bilanzielle Eigenkapital der deutschen Kreditinstitute nahm im Jahresdurchschnitt 2024 spürbar zu (+ 4,4 %).**Im Quervergleich aller Bankengruppen überdurchschnittliche Anstiege wiesen vor allem die Großbanken (+ 7,5 %) aus. Aber auch das Eigenkapital der Kreditgenossenschaften (+ 5,4 %), der Sparkassen (+ 5,1 %) und der Regional- und sonstigen Kreditbanken (+ 4,1 %) stieg deutlich an, das der Landesbanken hingegen unterdurchschnittlich (+ 1,8 %).**{#par-uoi3u3} **2 Ertragslage, Profitabilität und Wirtschaftlichkeit** {#tar-4} ----------------------------------------------------------------- ****Insgesamt blieb die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute auch im aktuellen Berichtsjahr sehr komfortabel, mit Gewinnen, die sehr deutlich über dem langfristigen Durchschnitt liegen.** Der Jahresüberschuss vor Steuern[\[17\]](#_ftn_root_17) stieg ausgehend vom außerordentlich hohen Vorjahresniveau erneut an. Im operativen Geschäft erzielten die deutschen Banken Erträge leicht oberhalb des im Vorjahr erreichten Rekordniveaus. Anders als im Vorjahr war die Entwicklung auf Einzelinstitutsebene jedoch uneinheitlich. Im Vorjahr basierten die Entwicklungen noch auf einer breiten Verbesserung der Jahresergebnisse über alle Bankengruppen hinweg, die in der Statistik der Gewinn- und Verlustrechnungen der Banken betrachtetet werden.[\[18\]](#_ftn_root_18)**{#par-oe7o1e} ****Methodische Erläuterungen**** {#tar-5} ------------------------------------------ ****Die vorliegenden Ergebnisse aus der Gewinn- und Verlustrechnung**()**beruhen auf den veröffentlichten Jahresabschlüssen der Einzelinstitute gemäß den Vorgaben des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute.** Sie unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Konzeption als auch der Ausgestaltung und der Abgrenzung von den international üblichen -Rechnungslegungsstandards[\[1\]](#_ftn_494188aa_1) für kapitalmarktorientierte Bankengruppen, sodass ein Vergleich der jeweiligen Geschäftsergebnisse oder bestimmter Bilanz- und -Positionen zwischen dem nationalen und internationalen Rechnungslegungsrahmen aus methodischer Sicht nicht möglich ist. Aus Gründen der Vergleichbarkeit innerhalb Deutschlands empfiehlt sich für Zwecke der Ertragsanalyse die Betrachtung der Einzelabschlüsse. Die Werte für das bilanzielle Eigenkapital, die Bilanzsumme und sonstige Bestandsgrößen werden nicht den Jahresabschlüssen entnommen, sondern als jahresdurchschnittliche Werte auf der Grundlage der Gesamtinstitutsmeldungen zur monatlichen Bilanzstatistik bestimmt.**{#par-u88921} ****Zum Berichtskreis der**-**Statistik gehören sämtliche Banken, die Monetäre Finanzinstitute**()**sind, die die Definition eines Kreditinstituts gemäß der Kapitaladäquanzverordnung**()**nach Artikel 4 Absatz 1 Nummer 1 Verordnung**()**Nr. 575/2013 erfüllen und ihren Sitz in Deutschland haben.**Zweigstellen ausländischer Banken, die von den Vorschriften des § 53 befreit sind, Banken in Liquidation sowie Banken mit einem Geschäftsjahr unter zwölf Monaten (Rumpfgeschäftsjahr) bleiben bei dieser Ertragsanalyse unberücksichtigt. Die Zuordnung der Einzelinstitute zu den Bankengruppen erfolgt analog zur Zuordnung gemäß der Bankenstatistik.**{#par-eoaa94} **Mit Beginn der Währungsunion 1999 ist der für die Geldmengenberechnung und monetäre Analyse maßgebliche Berichtskreis von der Europäischen Zentralbank einheitlich für den gesamten Euroraum festgelegt und als -Sektor bezeichnet worden. In Abweichung zum bis dahin für die Analyse der Bundesbank maßgeblichen Berichtskreis gehören dazu auch Bausparkassen.**{#par-i43757} ****Wenn nicht explizit ein anderer Zeitraum erwähnt ist, umfassen die Berechnungen zum längerfristigen Durchschnitt die Jahre seit Beginn der Währungsunion, das heißt von 1999 bis 2024.****{#par-ao4976} 1. **{#_ftn_494188aa_1} Die auf den International Financing Reporting Standards () basierenden Abschlüsse sind zum Beispiel für Fragestellungen der makroprudenziellen Analyse und Überwachung von Relevanz, die sich auf systemisch relevante Banken und deren internationale Geschäftsaktivitäten (einschließlich der Auslandstöchter) konzentrieren. hierzu im Einzelnen: Deutsche Bundesbank (2013).** ### **2.1 Jahresüberschuss vor Steuern** {#tar-6} ****Nach dem außergewöhnlich starken Anstieg im Vorjahr (+ 77,8 %) verbesserte sich der Jahresüberschuss im Berichtsjahr erneut um 2,6 Mrd € (+ 5,4 %).** Mit51,2 Mrd € erreichte er den höchsten Wert der letzten 26 Jahre und lag deutlich oberhalb des langfristigen Mittels von 20,8 Mrd €.[\[19\]](#_ftn_root_19)**{#par-e497u9} ****Dass der sehr hohe Jahresüberschuss aus dem Vorjahr nochmals übertroffen wurde, resultierte aber im Aggregat nicht aus dem operativen Geschäft.**Zwar stiegen die operativen Erträge ausgehend vom hohen Vorjahresniveau insgesamt nochmals leicht um 0,8 % an. Die leichte Steigerung reichte jedoch nicht aus, um die gleichzeitig gestiegenen Verwaltungsaufwendungen (+ 1,4 %) zu kompensieren. Zudem lastete ein im Vorjahresvergleich deutlich gestiegener Netto-Bewertungsaufwand (+ 27,9 %) auf dem Jahresergebnis.**{#par-a6o7eo} ****Wesentlicher Wachstumstreiber war stattdessen der Saldo der anderen und außerordentlichen Rechnung.**Dessen Entwicklung wurde maßgeblich von Sondereffekten in der Gruppe der Großbanken sowie der Regional- und sonstigen Kreditbanken getrieben. Ohne den Beitrag des Saldos der anderen und außerordentlichen Rechnung hätte der Jahresüberschuss im Aggregat nicht mehr das Vorjahresniveau erreicht. Dennoch hätte der Jahresüberschuss weiterhin deutlich oberhalb des langfristigen Durchschnitts gelegen.**{#par-a5e63a} ****Anders als im Vorjahr war die Entwicklung bei den betrachteten Bankengruppen uneinheitlich.** Zur Steigerung des Jahresüberschusses trugen mit einem Anstieg um fast 2,2 Mrd € (+ 26,0 %) insbesondere die Regional- und sonstigen Kreditbanken bei. Wesentlich war mit einer Steigerung um fast 1,0 Mrd € zudem der Beitrag der Sparkassen, die ihren Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich erhöhten (+ 6,8 %). Dagegen wiesen die Kreditgenossenschaften im Aggregat einen deutlichen Rückgang aus (- 0,6 Mrd € beziehungsweise  - 6,3 %). Ihr Jahresüberschuss lag dennoch weiterhin deutlich oberhalb des langfristigen Mittels. Die Großbanken verzeichneten eine Steigerung um 0,4 Mrd € (+ 4,8 %).Auch bei den Landesbanken verbesserte sich der Jahresüberschuss deutlich (+ 0,7 Mrd € beziehungsweise + 20,9 %).**{#par-e27198} {#par-eeua9a} **![Jahresüberschuss vor Steuern der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965186/8a9e510c76a23b29cbc641bc47c1039a/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0004-data.svg)**
****Der Anstieg des Jahresüberschusses bei den Regional- und sonstigen Kreditbanken war ausschließlich auf den Saldo der anderen und außerordentlichen Rechnung zurückzuführen.**Die operativen Erträge verbesserten sich im Berichtszeitraum zwar nochmals merklich. Insbesondere im Handelsergebnis und Provisionsüberschuss verzeichneten die Regional- und sonstigen Kreditbanken deutliche Zuwächse. Letztlich reichte dies jedoch nicht aus, um die deutlich gestiegenen Verwaltungsaufwendungen sowie den erheblichen Anstieg des Netto-Bewertungsaufwands zu kompensieren.**{#par-ui1aa7} ****Bei den Sparkassen resultierte die deutliche Steigerung des Jahresüberschusses primär aus einem gesunkenen Netto-Bewertungsaufwand.**Dieser verringerte sich -- im Gegensatz zur Gesamtentwicklung im deutschen Bankensektor -- im Vorjahresvergleich um 21,4 %. Im operativen Geschäft konnten zudem ein deutlicher Anstieg des Provisionsüberschusses sowie ein leichter Anstieg des Zinsüberschusses den vergleichsweise hohen Anstieg der Verwaltungsaufwendungen überkompensieren.**{#par-ei7699} ****Bei den Kreditgenossenschaften stieg der Netto-Bewertungsaufwand deutlich an.** Dessen Erhöhung um 83,5 % bedingte im Wesentlichen den Rückgang ihres Jahresüberschusses. Ursächlich hierfür waren primär gestiegene Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft, aber auch gesunkene Erträge aus Zuschreibungen in selbiger Position. Der Zinsüberschuss blieb nahezu unverändert auf dem hohen Vorjahresniveau. Der leichte Anstieg im Provisionsüberschuss reichte gerade aus, um die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen zu kompensieren.**{#par-uieue3} ****Bei den Großbanken resultierte die Steigerung des Jahresüberschusses wie bei den Regional- und sonstigen Kreditbanken ausschließlich aus dem Saldo der anderen und außerordentlichen Rechnung.**Zwar war primär ein deutlich verschlechtertes sonstiges betriebliches Ergebnis bei einem Institut in der Bankengruppe für den Rückgang ihrer operativen Erträge verantwortlich. Allerdings wären die operativen Erträge auch ohne diesen Effekt leicht rückläufig gewesen und hätten nicht ausgereicht, um den deutlich gestiegenen Netto-Bewertungsaufwand auszugleichen. Während der Provisionsüberschuss insgesamt gesteigert und die Verwaltungsaufwendungen deutlich reduziert werden konnten, gingen Zinsüberschuss und Handelsergebnis spürbar zurück.**{#par-u1ue82} ****Die vergleichsweise starke Verbesserung des Jahresüberschusses bei den Landesbanken war ebenfalls ausschließlich Ergebnis der Entwicklungen im Saldo der anderen und außerordentlichen Rechnung.**Ein stark gestiegener Netto-Bewertungsaufwand zehrte den deutlichen Anstieg ihrer operativen Erträge fast vollständig auf.**{#par-u33754} ****Auch in der Einzelinstitutsbetrachtung aller in den**-**Daten enthaltenen Banken war die Entwicklung uneinheitlich.**So wies etwas mehr als die Hälfte der Institute einen gestiegenen Jahresüberschuss, etwas weniger als die Hälfte einen gesunkenen Jahresüberschuss aus.[\[20\]](#_ftn_root_20)**{#par-e63u16} {#par-a364a6}{#par-i379au}{#par-o9i889}{#par-a2i623}{#par-ai3e8u}{#par-oea795}{#par-oa193a}{#par-a97451}{#par-u4u548}{#par-eio8i9} | **Tabelle 3.2: Wichtige Ertrags- und Aufwandspositionen für einzelne Bankengruppen 2024 ^p)^** in % der operativen Erträge |||||||||| | **Position** | Alle Banken­gruppen | Groß­banken | Regional­banken und sonstige Kredit­banken | Landes­banken | Spar­kassen | Kredit­­genossen­schaften | Real­kredit­institute | Bauspar­kassen | Banken mit Sonder-, Förder- und sonstigen zentralen Unter­stützungs­aufgaben | | Zinsüberschuss | 64,9 | 51,0 | 55,4 | 69,2 | 72,3 | 72,9 | 102,0 | 99,1 | 69,5 | | Provisionsüberschuss | 24,8 | 34,6 | 23,5 | 14,0 | 26,0 | 23,4 | − 3,3 | − 5,5 | 23,0 | | Nettoergebnis des Handelsbestandes | 7,1 | 17,8 | 13,0 | 8,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,2 | | Saldo der sonstigen betrieblichenErträge und Aufwendungen | 3,2 | − 3,5 | 8,1 | 8,3 | 1,7 | 3,7 | 1,3 | 6,5 | 6,4 | | Operative Erträge | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | | Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | − 59,6 | − 71,5 | − 54,3 | − 54,1 | − 56,8 | − 60,6 | − 41,4 | − 70,4 | − 56,7 | | davon: | ||||||||| | Personalaufwand | − 30,2 | − 30,9 | − 25,1 | − 27,2 | − 34,0 | − 33,6 | − 19,5 | − 27,4 | − 29,0 | | Andere Verwaltungsaufwendungen | − 29,4 | − 40,6 | − 29,2 | − 26,9 | − 22,8 | − 27,0 | − 21,9 | − 43,1 | − 27,8 | | Bewertungsergebnis | − 8,0 | − 9,1 | − 7,2 | − 16,0 | − 5,9 | − 7,8 | − 8,2 | − 3,2 | − 7,9 | | Saldo der anderen und außerordentlichen Erträge und Aufwendungen | − 1,4 | 6,9 | − 9,1 | 2,9 | − 0,6 | − 0,6 | − 19,2 | − 9,5 | − 6,9 | |------------------------------------------------------------------|---------------------|-------------|--------------------------------------------|---------------|-------------|---------------------------|-----------------------|----------------|------------------------------------------------------------------------------| {#par-e6o7i3} #### **2.1.1 Operative Erträge und ihre Komponenten** ****Die operativen Erträge**[\[21\]](#_ftn_root_21)**stiegen ausgehend von dem außergewöhnlich hohen Vorjahresniveau im Berichtsjahr nochmals leicht an****(+ 0,8 %).**Mit 165,6 Mrd € beliefen sie sich -- wie auch der Jahresüberschuss -- auf den höchsten Wert der letzten 26 Jahre.**{#par-u89ueu} {#par-i8i36a} **![Operative Erträge der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965184/96a6dba6dd0b19806b849017a572bd25/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0005-data.svg)**
****Im Berichtsjahr trug in erster Linie der Provisionsüberschuss zum Wachstum der operativen Erträge bei.**Mit einem Anteil von knapp 25 % an den operativen Erträgen ist er weiterhin die zweitwichtigste Ertragsquelle der deutschen Kreditinstitute. Vom Zinsüberschuss, der im Jahr 2023 der wesentliche Wachstumstreiber gewesen war, ging hingegen kein bedeutender Wachstumsimpuls aus. Dennoch übertraf er sein im Vorjahr erreichtes Rekordniveau leicht. Der Zinsüberschuss stellt mit einem Anteil von rund 65 % an den operativen Erträgen die wichtigste Ertragsquelle der deutschen Kreditinstitute dar. Das Handels- und das sonstige betriebliche Ergebnis waren im Jahr 2024 erneut von untergeordneter Bedeutung als Ertragsquellen für die Gesamtheit der deutschen Kreditinstitute. Vom Anstieg des Handelsergebnisses profitierten insbesondere die Regional- und sonstigen Kreditbanken.**{#par-o6ueou} ****Anders als in den Vorjahren entwickelten sich die operativen Erträge sowohl im Vergleich der betrachteten Bankengruppen als auch auf Einzelinstitutsebene uneinheitlich.**Den relativ gesehen größten Anstieg unter den betrachteten Bankengruppen verzeichneten die Landesbanken (+ 10,4 %) sowie die Regional- und sonstigen Kreditbanken (+ 6,4 %). Daneben wiesen auch die Sparkassen und mit größerem Abstand die Kreditgenossenschaften einen Anstieg ihrer operativen Erträge aus (+ 2,9 % beziehungsweise + 1,2 %). Der vergleichsweise starke Rückgang der operativen Erträge bei den Großbanken (- 8,9 %) hatte hingegen eine dämpfende Wirkung auf die Verbesserung der operativen Erträge im Aggregat. Insgesamt wiesen 69 % aller Institute in der Einzelinstitutsbetrachtung einen Anstieg der operativen Erträge aus.**{#par-e52591} #### **2.1.1.1 Zinsüberschuss** ****Auch der Zinsüberschuss**[\[22\]](#_ftn_root_22)**stieg ausgehend von dem außergewöhnlich hohen Vorjahresniveau im Berichtsjahr nochmals leicht an (+ 0,6 Mrd € beziehungsweise + 0,6 %).** Er erreichte mit 107,5 Mrd € den höchsten Wert in dem für die -Statistik maßgeblichen Berichtszeitraum seit 1999 und lag weiterhin deutlich oberhalb des langfristigen Mittels von 90,5 Mrd €.**{#par-i189a2} ****Der leichte Anstieg im Zinsüberschuss war auf einen Zuwachs der laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren zurückzuführen. Allerdings lag der Zinsüberschuss auch ohne dessen Beitrag weiterhin deutlich über seinem langfristigen Mittel.**Dies ist bemerkenswert angesichts des im Zuge der Leitzinserhöhungen ab 2022 gestiegenen Anteils von Termineinlagen, des allgemein erhöhten Wettbewerbsdrucks bei der Einlagenverzinsung[\[23\]](#_ftn_root_23) sowie der insgesamt verhaltenen Neukreditvergabe.[\[24\]](#_ftn_root_24)**{#par-u1oi3i} {#par-e23i2i} **![Zinsüberschuss der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965178/ff5053acab987d11c62089ca6485c443/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0008-data.svg)**
****Zum Anstieg des Zinsüberschusses trugen primär die Landesbanken und Sparkassen bei.**Die Landesbanken erhöhten ihren Zinsüberschuss um knapp 1,0 Mrd € (+ 14,1 %), allerdings ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Die Sparkassen konnten das Rekordniveau ihres Vorjahreszinsüberschusses noch einmal leicht übertreffen und wiesen einen Anstieg um 0,5 Mrd € (+ 1,7 %) aus, der jedoch ausschließlich auf eine Steigerung ihrer laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren zurückzuführen war. Gleiches gilt für die Kreditgenossenschaften, deren Zinsüberschuss leicht oberhalb des Vorjahresniveaus lag (+ 0,1 Mrd € beziehungsweise + 0,4 %). Ohne den Anstieg der laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren wäre ihr Zinsüberschuss etwas zurückgegangen. Bei den Großbanken verschlechterte sich der Zinsüberschuss deutlich um fast 1 Mrd € (- 5,3 %). Zum einen lasteten deutlich gesunkene Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen auf ihrem Zinsüberschuss. Zum anderen konnte der Ergebnisbeitrag des Vorjahres aus dem eigentlichen zinsbezogenen Geschäft nicht mehr ganz erreicht werden. Bei den Regional- und sonstigen Kreditbanken blieb der Zinsüberschuss nahezu unverändert. Insgesamt wiesen knapp 60 % der Institute einen Anstieg im Vorjahresvergleich aus. Bei 40 % aller betrachteten Banken konnte das Rekordniveau des Vorjahres nicht erneut erzielt werden.[\[25\]](#_ftn_root_25)**{#par-au3ioe} ****Sparkassen und Kreditgenossenschaften erwirtschafteten mit 29,9 Mrd € beziehungsweise 20,4 Mrd € zusammen auch 2024 fast die Hälfte des gesamten Zinsüberschusses.** Bei beiden Bankengruppen liegt der Fokus überwiegend auf dem klassischen Kredit- und Einlagengeschäft, weshalb ihre Ertragssituation maßgeblich von der Entwicklung des Zinsüberschusses abhängt. Im Jahr 2024 entfielen weiterhin jeweils fast drei Viertel ihrer operativen Erträge auf den Zinsüberschuss. Der Zinsüberschuss der Regional- und sonstigen Kreditbanken, welche ebenfalls stark im klassischen Kredit- und Einlagengeschäft aktiv sind, lag mit 19,8 Mrd € fast auf dem Niveau der Kreditgenossenschaften. Bei dieser Bankengruppe machte er allerdings lediglich 55 % der gesamten operativen Erträge aus.**{#par-e87oa4} ****Insgesamt entfielen fast 80 % des Anstiegs der Zinserträge auf das Kredit- und Geldmarktgeschäft.** Daneben stiegen die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen (+ 39,1 %) in allen betrachteten Bankengruppen ebenfalls deutlich an. Insbesondere die Landesbanken profitierten von einem deutlichen Anstieg ihrer Zinserträge aus diesem Segment (+ 61,4 %), der zugleich den starken Anstieg ihres Zinsüberschusses erklärt.**{#par-e2o7ie} ****Zinserträge auf Einlagen bei der Zentralbank leisteten weiterhin einen substanziellen Beitrag zum Zinsüberschuss, obwohl das Volumen dieser Einlagen abnahm.** Mit 41,1 Mrd € waren diese Zinserträge etwa auf dem Niveau des Vorjahres und machten damit etwa 11 % der Zinserträge aus. Der Zinsaufwand für geldpolitische Refinanzierungsgeschäfte war dagegen knapp 78 % geringer als 2023. Mit 1,1 Mrd € (Vorjahr: 5,0 Mrd €) waren dies nur noch 0,4 % der gesamten Zinsaufwendungen.[\[26\]](#_ftn_root_26) Die Rückzahlung des letzten Geschäfts der III hat die bei der Zentralbank aufgenommenen Kredite um insgesamt 66,8 Mrd € reduziert. Die Leitzinssenkungen ab Mitte 2024 dürften sowohl die Zinserträge aus Einlagen bei der Zentralbank als auch die Zinsaufwendungen für geldpolitische Refinanzierungsgeschäfte 2025 schmälern.**{#par-u69549} {#par-e742e5} **![Zinserträge und Zinsaufwendungen der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965190/65aaf8038e08756def48339c70dab147/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0002-data.svg)**
****Die Zinsmarge**[\[27\]](#_ftn_root_27)**bewegte sich im Berichtsjahr mit 1,01 % etwa auf dem Vorjahresniveau.**Sie liegt damit leicht unter dem langfristigen Mittel von 1,08 %. Überdurchschnittlich hoch ist sie weiterhin bei den Sparkassen (1,91 %) sowie bei den Kreditgenossenschaften (1,73 %), obwohl die Kreditgenossenschaften im Gegensatz zu den Sparkassen im Vorjahresvergleich einen leichten Rückgang auswiesen. Die Zinsmarge der Regional- und sonstigen Kreditbanken sank leicht und liegt mit 0,94 % nur geringfügig unterhalb des Durchschnitts über alle Bankengruppen. Die Landesbanken erwirtschafteten eine deutlich verbesserte Zinsmarge von 0,85 %. Bei den Großbanken belief sich die Zinsmarge erneut auf lediglich 0,66 %.**{#par-oi1161} #### **2.1.1.2 Provisionsüberschuss** ****Der Provisionsüberschuss erhöhte sich 2024 deutlich um 3,4 Mrd € (+ 9,0 %) und erreichte mit Abstand einen neuen Höchstwert seit Beginn des für die**-**Statistik relevanten Zeitraums.** Mit 41,0 Mrd € lag er deutlich oberhalb des langfristigen Mittels von 29,8 Mrd €. Im Gegensatz zum Vorjahr trug er zudem maßgeblich zur Entwicklung der operativen Erträge bei. Insgesamt erwies sich neben dem Zahlungsverkehrsgeschäft vor allem das Depot- und Wertpapiergeschäft mit Geschäfts- und Privatkunden als Wachstumstreiber für den Provisionsüberschuss. Provisionen im Kreditgeschäft waren vor dem Hintergrund der schwachen Kreditnachfrage hingegen eher rückläufig.**{#par-i1234a} ****Ein Großteil des Anstiegs war auf die Großbanken und die Regional- und sonstigen Kreditbanken zurückzuführen.** Die Großbanken steigerten ihren Provisionsüberschuss um fast 11 %, die Regional- und sonstigen Kreditbanken um gut 12 %. Dies machte über 60 % des Gesamtanstiegs aus. Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten auch die Sparkassen (+ 6,8 %). Bei den Kreditgenossenschaften belief sich der Anstieg auf 4,4 %. Die Landesbanken erzielten einen um 8,1 % gesteigerten Provisionsüberschuss.**{#par-e58632} {#par-a89a93} **![Provisionsüberschuss der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965176/e03614b5f3e87f0903ee900a551319d2/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0009-data.svg)**
****Anders als beim Zinsüberschuss war die Entwicklung im Provisionsüberschuss auch auf Einzelinstitutsebene recht einheitlich.** So stieg er bei 948 Instituten, also gut drei Viertel aller Banken, an. Lediglich bei 252 Instituten ging der Provisionsüberschuss zurück. Die Provisionsmarge[\[28\]](#_ftn_root_28) erhöhte sich auf 0,39 % und lag damit erstmals seit 2021 wieder oberhalb des langfristigen Mittels. Sparkassen und Kreditgenossenschaften realisierten mit 0,69 % und 0,55 % weiterhin die höchsten Provisionsmargen im Vergleich aller betrachteten Bankengruppen. Die Provisionsmargen der Großbanken sowie der Regional- und sonstigen Kreditbanken lagen im Berichtsjahr mit 0,45 % beziehungsweise 0,40 % deutlich niedriger.**{#par-e8a9oo} #### **2.1.1.3 Nettoergebnis des Handelsbestandes** ****Das Nettoergebnis des Handelsbestandes verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,4 % und erzielte mit11,8 Mrd € einen neuen Höchstwert seit 1999.** Das Handelsergebnis ist allerdings eine sehr volatile Ertragskomponente und geschäftsmodellbedingt lediglich für die Großbanken, die Regional- und sonstigen Kreditbanken sowie die Landesbanken eine wesentliche Ertragsquelle.**{#par-ae2148} ****Der Anstieg im Berichtsjahr wurde im Wesentlichen von den Regional- und sonstigen Kreditbanken getragen (+ 32,8 %).** Er wurde nahezu vollständig durch zwei Institute erwirtschaftet. Sie profitierten von einer Zunahme des Kundengeschäfts vor dem Hintergrund erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten. Dagegen ging das Handelsergebnis der Großbanken um 7,5 % und das der Landesbanken um 6,2 % zurück.**{#par-o34iaa} {#par-oo2568} **![Handelsergebnis der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965172/644fd0b2871d0fdcd296803c551bdcb4/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0011-data.svg)**
#### **2.1.1.4 Sonstiges betriebliches Ergebnis** ****Das sonstige betriebliche Ergebnis**[\[29\]](#_ftn_root_29)**sank im Jahr 2024 um 3,0 Mrd €****(- 36,3 %)****.**Dieser Rückgang zehrte den Anstieg des Provisionsüberschusses fast vollständig auf und wurde erneut im Wesentlichen durch die Großbanken getrieben. Deren sonstiges betriebliches Ergebnis ging gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 Mrd € zurück, wobei der Großteil des Rückgangs auf Wertveränderungen aus Nichthandelsderivaten sowie die Zuführung zu den Rückstellungen bei einem Institut zurückzuführen war. Die übrigen Bankengruppen[\[30\]](#_ftn_root_30) wiesen nur geringfügige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr aus.**{#par-e98555} {#par-a76u22} **![Saldo sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965180/42b3e9bf8e621f7beb875ab9844b6f33/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0007-data.svg)**
#### **2.1.2 Netto-Bewertungsaufwand** ****Der Netto-Bewertungsaufwand**[\[31\]](#_ftn_root_31)**der deutschen Kreditinstitute stieg nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr wieder spürbar an.**Der Anstieg fiel mit 2,9 Mrd € (+ 27,9 %) absolut gesehen wesentlich geringer aus als der Rückgang im Vorjahr (- 5,9 Mrd €). Insgesamt bewegte sich der Netto-Bewertungsaufwand im Berichtsjahr mit 13,3 Mrd € nahezu auf dem Niveau des langfristigen Mittels von 13,5 Mrd €.**{#par-iu5i45} ****Hauptursache der Verschlechterung des Bewertungsergebnisses waren deutlich gestiegene Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft.**Sie lagen mit 14,8 Mrd € zwar weiterhin unterhalb ihres langfristigen Mittels von 17,1 Mrd €, stiegen aber im Vorjahresvergleich um fast ein Viertel an. Einen besonders starken Anstieg wiesen mit 82,0 % die Landesbanken aus, allerdings von einem vergleichsweise niedrigen Niveau ausgehend. Bei den Kreditgenossenschaften und den Regional- und sonstigen Kreditbanken war der Anstieg mit 42,0 % beziehungsweise 39,1 % ebenfalls erheblich. Auch die Großbanken verzeichneten mit 25,3 % eine spürbare Zunahme der Abschreibungen und Wertberichtigungen. Lediglich bei den Sparkassen waren diese insgesamt rückläufig (- 16,9 %).**{#par-o3eio5} ****Gleichzeitig gingen die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft zurück (- 3,9 %).** Besonders hoch fiel der Rückgang bei den Kreditgenossenschaften aus (- 45,0 %). Sparkassen verzeichneten hingegen einen leichten Anstieg (+ 11,4 %). Für die Großbanken sowie die Regional- und sonstigen Kreditbanken war die Entwicklung der Erträge aus Zuschreibungen von untergeordneter Bedeutung. Generell fiel die Entwicklung der Erträge aus Zuschreibungen bei allen Bankengruppen deutlich weniger ins Gewicht als die Entwicklung der Abschreibungen und Wertberichtigungen.**{#par-a177o1} {#par-aa4151} **![Netto-Bewertungsaufwand insgesamt und nach Komponenten](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965202/2e07ef122ba565074b154de5815e6e94/472B63F073F071307366337C94F8C870/b2x0009-data.svg)**
****Im Ergebnis wiesen aufgrund der gedämpften gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, struktureller Anpassungen am Gewerbeimmobilienmarkt sowie allgemein gestiegener Unsicherheiten im Zuge geopolitischer Entwicklungen fast alle Bankengruppen einen erhöhten Netto-Bewertungsaufwand aus.**Bei den Kreditgenossenschaften erhöhte er sich deutlich um knapp 1,0 Mrd € auf 2,2 Mrd € (+ 83,5 %). Dabei verzeichneten 403 von den insgesamt 668 Kreditgenossenschaften eine Verschlechterung. Ähnlich hoch fiel der Anstieg bei den Landesbanken aus (+ 1,0 Mrd € beziehungsweise + 119,3 %). Der Netto-Bewertungsaufwand der Großbanken sowie der Regional- und sonstigen Kreditbanken stieg mit + 25,3 % beziehungsweise + 44,9 % ebenfalls deutlich an. Die Sparkassen hingegen konnten ihren Netto-Bewertungsaufwand merklich reduzieren. Sie verbesserten ihr Bewertungsergebnis insgesamt um 21,4 %. Auch ihr Netto-Bewertungsaufwand lag mit 2,4 Mrd € allerdings weiterhin leicht oberhalb des langfristigen Mittels. Das Bild auf Einzelbankebene war zudem nicht eindeutig: Mit 167 von 349 Instituten wiesen weniger als die Hälfte der Sparkassen eine Verbesserung aus. Dabei fielen jedoch die positiven Änderungen betragsmäßig stärker ins Gewicht.**{#par-i714io} {#par-o7711a} **![Risikovorsorge der Kreditinstitute (Bewertungsergebnis)](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965182/d69d3af8cbf89a7602eb4ecfbb0399c9/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0006-data.svg)**
****Insgesamt schlug sich die Materialisierung von Kreditrisiken zunehmend im Bewertungsergebnis nieder.** Bezogen auf den Gesamtbankensektor zeigte sich bei fast 60 % der Institute ein erhöhter Netto-Bewertungsaufwand. Weil die deutsche Wirtschaft nach zwei Jahren mit negativen -Wachstumsraten wohl auch im laufenden Jahr schwach bleibt und sich adverse gesamtwirtschaftliche Entwicklungen typischerweise erst zeitverzögert in den Bankbilanzen niederschlagen, dürften steigende Kreditrisiken auch 2025 auf das Bewertungsergebnis und damit auf die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute wirken. Die Auswirkungen des aktuellen Umfelds auf die Entwicklung der Vermögensqualität in den Portfolios deutscher Kreditinstitute werden im nachfolgenden Exkurs näher beleuchtet.**{#par-e37a37} ****Auswirkungen des aktuellen Umfelds auf die Entwicklung der Vermögensqualität in den Portfolios deutscher Kreditinstitute**** {#tar-7} ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ****Die sich materialisierenden Kreditrisiken dürften sich auch weiterhin in der Ertragslage der deutschen Kreditinstitute niederschlagen.**Im ersten Quartal 2025 belief sich die -Quote für den Gesamtbankensektor auf 1,8 % und verschlechterte sich damit binnen Jahresfrist um rund 20 Basispunkte.[\[1\]](#_ftn_40328617_1) Die -Quote bemisst im Wesentlichen das Verhältnis zwischen Krediten, die mehr als 90 Tage überfällig sind oder bei denen eine vollständige Begleichung der Schuld gegenüber dem Institut als unwahrscheinlich anzusehen ist, und dem Gesamtkreditbestand[\[2\]](#_ftn_40328617_2). Sie nimmt seit Ende 2022 fast stetig zu. Zwar befindet sie sich im ersten Quartal 2025 weiterhin auf einem niedrigen Niveau, auch mit Blick auf die historische Entwicklung in Deutschland sowie die -Quoten in anderen Staaten innerhalb des Euroraums. Dennoch zeigen sich anhand des gestiegenen Risikovorsorgeaufwands bereits Auswirkungen auf die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute. Hierbei sind die Auswirkungen je nach Geschäftsschwerpunkt allerdings unterschiedlich stark ausgeprägt.**{#par-u7o75i} {#par-o9ii37} **![Notleidende Kredite im deutschen Bankensektor](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965200/e96fc06076503681829e10ea6f867c47/472B63F073F071307366337C94F8C870/b7x0009-data.svg)**
****Die Hauptursachen für die sich materialisierenden Kreditrisiken sind nach wie vor die gedämpfte gesamtwirtschaftliche Entwicklung, strukturelle Anpassungen im Gewerbeimmobilienmarkt sowie die insgesamt gestiegenen Finanzierungskosten.**Insbesondere im Unternehmenssektor materialisieren sich vermehrt Kreditrisiken. Unternehmensinsolvenzen haben gemäß Zahlen des Statistischen Bundesamtes seit 2022 deutlich zugenommen, wenngleich von einem vergleichsweise niedrigen Niveau ausgehend. Eine weitere Erhöhung der Insolvenzquoten kann bei weiter verhaltener wirtschaftlicher Entwicklung nicht ausgeschlossen werden.**{#par-o7iee6} ****Die**-**Quote für Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen belief sich zum ersten Quartal 2025 auf 3,6 % und lag damit 55 Basispunkte oberhalb des Vorjahreswertes.**Wesentlicher Treiber für den Anstieg der -Quote für Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen ist nach wie vor die Entwicklung am Gewerbeimmobilienmarkt.Die -Quote für mit Gewerbeimmobilien besicherte Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen stieg im Vorjahresvergleich um fast 1 Prozentpunkt auf 5,0 % im ersten Quartal 2025 an. Die Verschlechterung war damit zwar geringer als im Vorjahreszeitraum (+ 1,9 Prozentpunkte). Mit Gewerbeimmobilien besicherte Kredite machen allerdings weiterhin rund ein Drittel der an nichtfinanzielle Unternehmen vergebenen Kredite aus, weshalb der Anstieg deutlich ins Gewicht fiel.[\[3\]](#_ftn_40328617_3) Aufgrund der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der nach wie vor nicht überwundenen Schwäche am Gewerbeimmobilienmarkt und anstehender Refinanzierungen niedrig verzinster Kredite[\[4\]](#_ftn_40328617_4) sind in den nächsten Quartalen weitere Anstiege der -Quoten sowie der Risikovorsorge wahrscheinlich. Auch die Risiken für einen erneuten Abschwung am -Gewerbeimmobilienmarkt, in dem einige größere deutsche Institute aktiv sind, sind durch Rezessionssorgen gestiegen. Zwar war die -Quote für mit Gewerbeimmobilien besicherte Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen in der Aggregatsbetrachtung zuletzt rückläufig. Dies war jedoch maßgeblich durch den -Abbau in den -Gewerbeimmobilienportfolios einzelner bedeutender Institute[\[5\]](#_ftn_40328617_5) getrieben. Dieser Abbau trug dazu bei, dass auch die -Quote für den Gesamtkreditbestand bei den bedeutenden Instituten im ersten Quartal 2025 rückläufig war. Indes blieb die -Quote bei den weniger bedeutenden Instituten[\[6\]](#_ftn_40328617_6) relativ konstant.**{#par-e95o23} {#par-oei193} **![Mit Gewerbeimmobilien besicherte notleidende Kredite](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965198/6fd7db7bed1607af070238d52e7ea733/472B63F073F071307366337C94F8C870/b7x0010-data.svg)**
****Sowohl bedeutende als auch weniger bedeutende Kreditinstitute verzeichnen seit 2023 einen Anstieg der**-**Quote für mit Gewerbeimmobilien besicherte Kredite.** Zwar war der Anstieg bei den bedeutenden Instituten () zunächst deutlich ausgeprägter, nicht zuletzt aufgrund deren Kreditengagements in den . Zudem zeigen sich auch nach wie vor deutliche Niveau-Unterschiede in den -Quoten zwischen und weniger bedeutenden Kreditinstituten (). Diese verringern sich jedoch: Die -Quote für mit Gewerbeimmobilien besicherte Kredite belief sich bei den im ersten Quartal 2025 auf 4,2 % und lag damit fast 1 Prozentpunkt oberhalb des Vorjahreswertes. Bei den hingegen sank die -Quote für mit Gewerbeimmobilien besicherte Kredite durch den bereits genannten -Abbau in den -Portfolios einzelner Institute zum ersten Quartal 2025 auf 5,7 %. Sie lag damit knapp 80 Basispunkte oberhalb des Vorjahreswertes und 18 Basispunkte unterhalb des Vorquartalswertes. Der Anteil von mit Gewerbeimmobilien besicherten Krediten am Gesamtkreditbestand fällt im Übrigen bei den mit gut 13 % sogar etwas höher aus als bei den (11 %).[\[7\]](#_ftn_40328617_7) Das Geschäftsfeld ist also -- trotz unterschiedlicher Ausrichtung und eines teilweise abweichenden Risikoprofils -- auch für die sehr relevant.**{#par-aoo7e9} ****Während in der Vergangenheit vor allem Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen, die mit Gewerbeimmobilien besichert sind, im Fokus standen, weiten sich die Risiken zunehmend auch auf andere Wirtschaftszweige aus.**[\[8\]](#_ftn_40328617_8) Die -Quote für nicht durch Gewerbeimmobilien besicherte Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen belief sich im ersten Quartal 2025 auf 2,9 % und lag damit rund 40 Basispunkte oberhalb des Vorjahreswertes. Eine Verschärfung der gegenwärtig bereits angespannten weltpolitischen Lage könnte den Wertberichtigungsbedarf auch in diesem Segment weiter erhöhen und damit auf die Profitabilität der deutschen Kreditinstitute durchschlagen. Eine Verschlechterung der Kreditqualität von Unternehmenskrediten zeigte sich in den letzten zwei Jahren neben der Immobilienwirtschaft (Wirtschaftszweig L „Grundstücks- und Wohnungswesen" sowie Wirtschafszweig F „Baugewerbe") vor allem in den Wirtschaftszweigen C „Verarbeitendes Gewerbe" sowie G „Handel". Dies spiegelt sich auch in der Umfrage zum Kreditgeschäft wider: Die hierin befragten Banken strafften ihre Kreditrichtlinien in den genannten Sektoren stärker als in anderen Wirtschaftszweigen.[\[9\]](#_ftn_40328617_9)**{#par-eeu761} {#par-i46e86} **![Notleidende Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen nach Wirtschaftszweig](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965196/2f40b531ff979623830af779f9aa051c/472B63F073F071307366337C94F8C870/b7x0017-data.svg)**
****Auch an den privaten Haushalten geht die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht spurlos vorbei.**Zwar zeigt sich bislang nur eine langsame Materialisierung von Kreditrisiken in den Bankbilanzen: Die -Quote für das Portfolio der Kredite an private Haushalte zog im Vorjahresvergleich nur leicht an. Sie belief sich im ersten Quartal 2025 auf 1,6 % und lag damit 25 Basispunkte oberhalb des Vorjahreswertes. Dennoch könnte das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld perspektivisch zu einer stärkeren Materialisierung von Kreditrisiken auch in diesem Segment beitragen. Bislang spielen an private Haushalte vergebene Kredite allerdings nur eine untergeordnete Rolle für die Verschlechterung der Vermögensqualität im Gesamtkreditbestand deutscher Banken.**{#par-ae41a9} {#par-a928ua} **![Notleidende Kredite an private Haushalte](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965194/076b6b3f1ce41f33a8d0e697a80fd67a/472B63F073F071307366337C94F8C870/b7x0018-data.svg)**
****Der leichte Anstieg der**-**Quote für das Portfolio der Kredite an private Haushalte war fast ausschließlich auf die Entwicklung des Wohnimmobilienkreditportfolios zurückzuführen.** Die -Quote für mit Wohnimmobilien besicherte Kredite an private Haushalte belief sich im ersten Quartal 2025 auf rund 1,1 %, was einen Anstieg um 24 Basispunkte im Vorjahresvergleich impliziert. Die -Quote für Konsumentenkredite hingegen war weiterhin konstant, wenngleich naturgemäß auf höherem Niveau, da diese Kredite primär an einkommensschwächere Kreditnehmer mit wenig finanziellen Rücklagen vergeben werden. Weitere Verschlechterungen der Situation am Arbeitsmarkt könnten sich hierin perspektivisch widerspiegeln. Gleichzeitig hätte dies aber aufgrund des geringen Anteils von Konsumentenkrediten an den gesamten an private Haushalte vergebenen Krediten weiterhin insgesamt keinen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der -Quoten und damit die Ertragslage der deutschen Kreditinstitute.[\[10\]](#_ftn_40328617_10)**{#par-o49882} ****Auch in den kommenden Quartalen dürften nur geringe Ertragsrisiken mit an private Haushalte vergebenen Krediten einhergehen.** Die -Quote für mit Wohnimmobilien besicherte Kredite an private Haushalte liegt trotz des beobachteten leichten Anstiegs weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Zudem hat sich die Risikolage am Wohnimmobilienmarkt insgesamt verbessert: Überbewertungen haben sich größtenteils abgebaut. Dennoch bestehen weiterhin Risiken, beispielsweise im Falle einer deutlichen Verschlechterung der Situation am Arbeitsmarkt. Verwundbarkeiten bestehen insbesondere bei Wohnimmobilienkrediten, die in den Jahren um den Preishöhepunkt und mit hohen Fremdkapitalanteilen in der Finanzierung vergeben wurden.[\[11\]](#_ftn_40328617_11) Mit Wohnimmobilien besicherte Kredite machen rund 29 % des Gesamtkreditbestandes der deutschen Kreditinstitute aus, weshalb die Auswirkungen im Falle einer breiten Materialisierung von Kreditrisiken erheblich wären.[\[12\]](#_ftn_40328617_12) Insbesondere für die weniger bedeutenden Kreditinstitute stellen Wohnimmobilienkredite eine zentrale Komponente des Geschäftsmodells dar. Adverse Entwicklungen am Wohnimmobilienmarkt würden sich daher in der Ertragslage weniger bedeutender Institute stärker niederschlagen als in der Ertragslage bedeutender Institute. Der Anteil von mit Wohnimmobilien besicherten Krediten am Gesamtkreditbestand beläuft sich bei den auf etwa 46 %, bei den auf lediglich etwa 19 %. Obwohl inzwischen wieder mehr Neukredite in diesem Bereich vergeben werden,[\[13\]](#_ftn_40328617_13) haben sich die beschriebenen Risiken bisher nicht realisiert.**{#par-ua6416} ****Der im Berichtsjahr anhand der Daten der**-**Statistik beobachtete Anstieg des Netto-Bewertungsaufwands ist damit weiterhin primär auf die Materialisierung von Kreditrisiken im Unternehmenssektor zurückzuführen.**Die deutschen Kreditinstitute erhöhten ihre Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 2024 um fast ein Viertel. Gleichzeitig gingen die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft um 0,1 Mrd € (circa 4 %) zurück. Angesichts der nicht grundlegend verbesserten gesamtwirtschaftlichen Lage und da sich adverse gesamtwirtschaftliche Entwicklungen typischerweise erst zeitverzögert in den Bankbilanzen niederschlagen, rechnen wir perspektivisch mit einem weiteren Anstieg des Netto-Bewertungsaufwands deutscher Kreditinstitute.**{#par-e57eoo} 1. **{#_ftn_40328617_1} Sofern nicht separat ausgewiesen, werden in diesem Exkurs alle Institute ohne Zweigstellen ausländischer Banken betrachtet, die Daten gemäß des in Europa harmonisierten Meldewesens melden. Soweit verfügbar werden von allen Instituten konsolidierte Gruppenmeldungen für die Aggregatsbildung verwendet. Nur von Instituten, die kein Teil einer meldenden Gruppe sind oder selber keine Gruppenmeldungen abgeben, werden im Rahmen der Aggregationsmethodik Einzelmeldungen herangezogen. Institute, die Teil einer meldenden Gruppe sind, werden entsprechend aus dem Aggregat ausgeschlossen.** 2. **{#_ftn_40328617_2} Bestand an Krediten gegenüber nichtfinanziellen Unternehmen und privaten und öffentlichen Haushalten sowie Zentralbanken, Kreditinstituten und anderen finanziellen Unternehmen. Die Definition notleidender Risikopositionen folgt Artikel 47a, Absatz 3 der Kapitaladäquanzverordnung (Capital Requirements Regulation, ).** 3. **{#_ftn_40328617_3} Daten des bankaufsichtlichen Meldewesens (), Durchschnitt der Quartalswerte im Jahr 2024. Im Vorjahreszeitraum war insbesondere im vierten Quartal 2023 ein deutlicher Anstieg der -Quote für mit Gewerbeimmobilien besicherte Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen und damit auch der -Quote für Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen insgesamt beobachtbar.** 4. **{#_ftn_40328617_4} Daten der Kreditdatenstatistik AnaCredit zeigen, dass aufgrund längerer Zinsbindungsfristen Ende März 2025 nach wie vor über 40 % des Kreditbestandes an Gewerbeimmobilienkrediten einen Zinssatz von unter 2 % aufwiesen. Refinanzierungen dieser Kredite führen im aktuellen Zinsumfeld zu kräftigen Zinsanstiegen, die die Schuldentragfähigkeit der Kreditnehmer überfordern könnten.** 5. **{#_ftn_40328617_5} Kreditinstitute, die unter direkter -Aufsicht stehen. In der hiesigen und folgenden Betrachtung finden auch in Deutschland agierende Töchter ausländischer bedeutender Institute Berücksichtigung.** 6. **{#_ftn_40328617_6} Kreditinstitute, die nicht unter direkter -Aufsicht stehen.** 7. **{#_ftn_40328617_7} Daten des bankaufsichtlichen Meldewesens (), Durchschnitt der Quartalswerte im Jahr 2024.** 8. **{#_ftn_40328617_8} Vgl.: Ausschuss für Finanzstabilität (2025), S. 15.** 9. **{#_ftn_40328617_9} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025e).** 10. **{#_ftn_40328617_10} Ein Anteil von lediglich rund 11 % der an private Haushalte vergebenen Kredite entfällt auf Konsumentenkredite. Der Anteil von mit Wohnimmobilien besicherten Krediten fällt hingegen mit gut drei Viertel deutlich stärker ins Gewicht. Daten des bankaufsichtlichen Meldewesens (), Durchschnitt der Quartalswerte im Jahr 2024.** 11. **{#_ftn_40328617_11} -Pressenotiz vom 30. April 2025 zur Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, den sektoralen Systemrisikopuffer auf 1 % zu senken.** 12. **{#_ftn_40328617_12} Daten des bankaufsichtlichen Meldewesens (), Durchschnitt der Quartalswerte im Jahr 2024.** 13. **{#_ftn_40328617_13} -Pressenotiz vom 30. April 2025 zur Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, den sektoralen Systemrisikopuffer auf 1 % zu senken.** ****Bisher griffen die deutschen Banken zum Ausgleich von Verlusten noch nicht in breitem Umfang auf den Fonds für allgemeine Bankrisiken zurück.**Stattdessen wiesen sie im Berichtsjahr 2024 erneut Nettozuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken aus. Diese beliefen sich auf 14,5 Mrd € und wurden damit im Vorjahresvergleich sogar leicht gesteigert (+ 2,6 %).[\[32\]](#_ftn_root_32) Insgesamt deutet dies darauf hin, dass die Institute auch das Jahr 2024 soweit möglich genutzt haben, um sich auf einen weiter steigenden Netto-Bewertungsaufwand vorzubereiten. Auf Bankengruppenebene ist das Bild allerdings uneinheitlich: Insbesondere die Sparkassen erhöhten ihre Nettozuführungen deutlich um 8,6 % auf 8,2 Mrd € und übertrafen damit nochmals das außerordentliche hohe Niveau des Vorjahres. Die Kreditgenossenschaften hingegen reduzierten ihre Nettozuführungen gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % auf 4,3 Mrd €.**{#par-i8ue84} #### **2.1.3 Verwaltungsaufwendungen** ****Der im Jahr 2020 gestartete Wachstumstrend der Verwaltungsaufwendungen**[\[33\]](#_ftn_root_33)**setzte sich auch im Berichtsjahr fort (+ 1,4 %).** Sie lagen 2024 mit 98,8 Mrd € erneut deutlich oberhalb des langfristigen Mittels von 85,5 Mrd €. Personalaufwendungen und andere Verwaltungsaufwendungen trugen weiterhin jeweils etwa hälftig zum Gesamtaufwand bei.**{#par-a98763} ****Gemessen an der Inflationsrate stiegen die Verwaltungsaufwendungen insgesamt zwar nur leicht an.**Allerdings bremste der Rückgang der Verwaltungsaufwendungen bei den Großbanken (- 5,6 %) den Anstieg im Aggregat deutlich. Besonders stark war der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen bei den Regional- und sonstigen Kreditbanken (+ 9,1 %). Auch bei den Sparkassen fiel die Steigerung mit + 3,9 % spürbar stärker aus als bei den Kreditgenossenschaften (+ 1,7 %).**{#par-i9538u} ****Die Steigerung war in der Aggregatsbetrachtung fast ausschließlich auf die Personalaufwendungen zurückzuführen (+ 3,0 %), bedingt durch höhere Löhne und Gehälter.**Deren Anstieg war absolut gesehen fast doppelt so hoch wie der gleichzeitige Rückgang der Aufwendungen für Altersversorgung. Die anderen Verwaltungsaufwendungen, in denen sich unter anderem Investitionen der deutschen Kreditinstitute in die Digitalisierung widerspiegeln, bewegten sich insgesamt hingegen etwa auf dem Niveau des Vorjahres.**{#par-i866o8} ****Auf Bankengruppenebene war die Entwicklung uneinheitlich.**Bei den Großbanken trug beispielsweise die Reduzierung der anderen Verwaltungsaufwendungen sogar noch etwas mehr zum Gesamtrückgang der Verwaltungsaufwendungen bei als die Reduzierung der Personalaufwendungen. Zudem wiesen sie einen deutlichen Rückgang ihrer Aufwendungen für Altersversorgung um fast 80 % aus. Der deutliche Anstieg der Verwaltungsaufwendungen bei den Regional- und sonstigen Kreditbanken resultierte zu etwa 60 % aus gestiegenen Personalaufwendungen und zu etwa 40 % aus gestiegenen anderen Verwaltungsaufwendungen. Auch bei den Sparkassen fiel der Anstieg der Personalaufwendungen stärker ins Gewicht. Hierauf entfielen 71 % der Steigerung. Bei den Kreditgenossenschaften hingegen wurde die Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen zu knapp 66 % durch die anderen Verwaltungsaufwendungen verursacht.**{#par-o1o9eu} {#par-e7u1e3} **![Verwaltungsaufwand der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965170/7613e25f718de622c1983b3aade87df3/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0012-data.svg)**
#### **2.1.4 Saldo der anderen und außerordentlichen Rechnung** ****Der negative Saldo der anderen und außerordentlichen Rechnung**[\[34\]](#_ftn_root_34)**reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 5,6 Mrd € (- 70,3 %).**Der Rückgang war dabei im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen: Zum einen erhöhten sich die Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere um insgesamt 4,4 Mrd €. Zum anderen verringerten sich die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere um 1,7 Mrd €.**{#par-uei22o} ****Die Entwicklung wurde maßgeblich von Sondereffekten in der Gruppe der Großbanken sowie der Regional- und sonstigen Kreditbanken getrieben.** Die Großbanken steigerten ihren Saldo in der anderen und außerordentlichen Rechnung um 2,9 Mrd €. Dies war im Wesentlichen Resultat von Wertaufholungen bei Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Zuschreibungen bei Beteiligungsbuchwerten. Die Regional- und sonstigen Kreditbanken verbesserten ihren Saldo um 2,4 Mrd €. Die Verbesserung resultierte auch hier zum großen Teil aus gestiegenen Erträgen aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren. Deren Anstieg um 1,6 Mrd € ging nahezu vollständig auf ein einzelnes Institut zurück und folgte aus dem Verkauf einer auf Softwarelösungen spezialisierten Tochter.**{#par-ea3748} | **Tabelle 3.3: Aufgliederung des außerordentlichen Ergebnisses** Mio € |||| | Position | 2022 | 2023 | 2024 ^p)^ | | Saldo der anderen und außerordentlichen Erträge und Aufwendungen | − 2 475 | − 8 007 | − 2 376 | | Erträge (insgesamt) | 6 155 | 2 675 | 6 625 | | Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 5 175 | 1 567 | 5 942 | | aus Verlustübernahme | 33 | 26 | 41 | | Außerordentliche Erträge | 947 | 1 082 | 642 | | Aufwendungen (insgesamt) | − 8 630 | − 10 682 | − 9 001 | | Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | − 3 424 | − 2 609 | − 899 | | aus Verlustübernahme | − 566 | − 480 | − 334 | | Außerordentliche Aufwendungen | − 983 | − 753 | − 537 | | Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | − 3 657 | − 6 840 | − 7 231 | |-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------|---------|----------|-----------| ### **2.2 Profitabilität und Wirtschaftlichkeit** {#tar-8} **Gemessen an der Gesamtkapital- und Eigenkapitalrentabilität[\[35\]](#_ftn_root_35) blieb die Profitabilität auf dem hohen Vorjahresniveau. Die Wirtschaftlichkeit gemessen an der Aufwand-Ertrags-Relation verschlechterte sich hingegen leicht.**{#par-o5e412} #### **2.2.1 Gesamtkapitalrentabilität** ****Die Gesamtkapitalrentabilität der deutschen Kreditinstitute erhöhte sich im Berichtsjahr zwar nur unwesentlich (+ 0,03 Prozentpunkte). Das im Jahr 2024 erreichte Niveau von 0,48 % stellt allerdings einen neuen Höchstwert der letzten 26 Jahre dar und ist das Doppelte des langfristigen Mittels.**Die leichte Verbesserung im Aggregat resultierte primär aus dem Anstieg des Jahresüberschusses. Der leichte Rückgang der jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme trug ebenfalls geringfügig zur Erhöhung bei.**{#par-e36236} ****Die Sparkassen und die Kreditgenossenschaften realisierten wie bereits in den Vorjahren die höchsten Gesamtkapitalrentabilitäten im Vergleich aller betrachteten Bankengruppen.** Allerdings konnten die Sparkassen ihre Gesamtkapitalrentabilität gegenüber dem Jahr 2023 um 0,06 Prozentpunkte auf 0,97 % steigern, wogegen die Gesamtkapitalrentabilität der Kreditgenossenschaften um 0,07 Prozentpunkte auf 0,73 % zurückging. Die größte Verbesserung ihrer Gesamtkapitalrentabilität im Vorjahresvergleich verzeichneten die Landesbanken und die Regional- und sonstigen Kreditbanken mit einem Anstieg um jeweils 0,08 Prozentpunkte. Dennoch war die Gesamtkapitalrentabilität der Landesbanken im Jahr 2024 mit 0,40 % insgesamt unterdurchschnittlich. Die Regional- und sonstigen Kreditbanken hingegen realisierten insgesamt ein leicht überdurchschnittliches Niveau (0,50 %).Mit nur 0,34 % lag das Niveau der Gesamtkapitalrentabilität der Großbanken im Berichtsjahr hingegen deutlich unter dem Durchschnitt über alle Bankengruppen.**{#par-u84118} {#par-ua421u} **![Gesamtkapitalrendite und ihre Komponenten nach Bankengruppen](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965174/cf3f14f45a041d94d0cfb95df114e319/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0010-data.svg)**
#### **2.2.2 Eigenkapitalrentabilität** ****Die Eigenkapitalrentabilität stieg im Jahr 2024 um 0,07 Prozentpunkte und erreichte mit 8,43 % den höchsten Wert der letzten 13 Jahre.**Sie lag damit deutlich oberhalb des langfristigen Mittels von 5,46 %. Gemessen an der Verbesserung des Jahresüberschusses hätte der Anstieg der Eigenkapitalrentabilität zwar größer ausfallen können. Allerdings erhöhte sich auch das Eigenkapital der deutschen Kreditinstitute deutlich (+ 4,4 %), was einem weiteren Wachstum entgegenwirkte.**{#par-o49u6u} {#par-u1o371} **![Eigenkapitalrentabilität der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965192/d94d6bc62360c6e2554088679ca69076/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0001-data.svg)**
{#par-u869ou}{#par-e5e1u2}{#par-a65217}{#par-a44316}{#par-aa3eie}{#par-i523a3}{#par-u43u85}{#par-i34e7e}{#par-o91651}{#par-o4u92i} | **Tabelle 3.4: Eigenkapitalrentabilität einzelner Bankengruppen** ^1)^ in % ||||||||||| | Bankengruppe | 2020 || 2021 || 2022 || 2023 || 2024 ^p)^ || | Alle Bankengruppen | 2,71 | (1,12) | 5,03 | (3,22) | 4,83 | (3,86) | 8,36 | (6,18) | 8,43 | (6,14) | | Kreditbanken | - 1,56 | (- 2,95) | 2,65 | (1,41) | 6,05 | (5,97) | 9,16 | (7,02) | 10,00 | (7,18) | | darunter: | |||||||||| | Großbanken | - 7,08 | (- 8,22) | - 2,26 | (- 2,13) | 9,12 | (12,29) | 12,12 | (11,91) | 11,81 | (9,26) | | Regionalbanken und sonstige Kreditbanken | 4,10 | (2,46) | 6,00 | (3,81) | 4,27 | (2,25) | 7,49 | (4,15) | 9,06 | (6,02) | | Landesbanken | 1,29 | (0,84) | 4,02 | (2,26) | 4,77 | (2,72) | 7,45 | (5,01) | 8,84 | (7,31) | | Sparkassen | 5,36 | (3,36) | 6,27 | (4,22) | 4,74 | (2,82) | 10,17 | (7,09) | 10,34 | (7,25) | | Kreditgenossenschaften | 7,31 | (4,98) | 8,37 | (6,19) | 4,59 | (3,46) | 8,92 | (6,47) | 7,92 | (5,53) | | Realkreditinstitute | 8,06 | (1,40) | 16,91 | (5,73) | 5,99 | (3,76) | 8,89 | (5,69) | 7,95 | (4,47) | | Bausparkassen | 1,66 | (0,86) | 1,41 | (0,50) | 2,79 | (1,65) | 4,14 | (1,99) | 3,60 | (3,17) | |------------------------------------------|--------|----------|--------|----------|------|---------|-------|---------|-------|--------| {#par-aa5a42} #### **2.2.3 Wirtschaftlichkeit** ****Die Aufwand-Ertrags-Relation in weiter Abgrenzung**[\[36\]](#_ftn_root_36)**lag im Berichtsjahr mit 59,6 % deutlich unterhalb des langfristigen Mittels von 67,5 %, verschlechterte sich jedoch im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozentpunkte.**Ohne die Reduktion der Verwaltungsaufwendungen bei den Großbanken hätte sich im Aggregat ein merklich größerer Anstieg ergeben.**{#par-e2e1i4} {#par-u21i66} **![Relation des Verwaltungsaufwands zu operativen Erträgen der Kreditinstitute](https://publikationen.bundesbank.de/resource/blob/965188/08b24ab7013677baccd964a33ccf81a3/472B63F073F071307366337C94F8C870/ds4x0003-data.svg)**
****Analog zur uneinheitlichen Entwicklung der operativen Erträge und Verwaltungsaufwendungen auf Bankengruppenebene waren auch bei der Aufwand-Ertrags-Relation unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bankengruppen erkennbar.**Trotz gestiegener operativer Erträge erhöhten sich die Aufwand-Ertrags-Relationen von Sparkassen und Kreditgenossenschaften infolge der gleichzeitig gestiegenen Verwaltungsaufwendungen leicht (+ 0,6 beziehungsweise + 0,2 Prozentpunkte). Mit 56,8 % war die Aufwand-Ertrags-Relation der Sparkassen allerdings etwas besser, die der Kreditgenossenschaften mit 60,6 % etwas schlechter als im Aggregat aller Bankengruppen. Bei den Großbanken verschlechterte sich die Aufwand-Ertrags-Relation trotz der Reduktion ihrer Verwaltungsaufwendungen aufgrund des gleichzeitigen Rückgangs ihrer operativen Erträge deutlich auf 71,5 % (+ 2,5 Prozentpunkte). Sie lagen damit weiterhin signifikant über dem Durchschnittswert über alle Bankengruppen. Bei den Regional- und sonstigen Kreditbanken hingegen stieg die Aufwand-Ertrags-Relation überdurchschnittlich stark an (+ 1,3 Prozentpunkte), lag mit 54,3 % allerdings weiterhin unterhalb des Durchschnitts über alle Bankengruppen.**{#par-e3oio3} {#par-aoa449}{#par-o338u6}{#par-i32999}{#par-oii419}{#par-a939o7}{#par-i682oa}{#par-i11oe2}{#par-u49e85}{#par-ui8e6u}{#par-i392e7}{#par-ee2oo6} | **Tabelle 3.5: Aufwand-Ertrags-Relation nach Bankengruppen** in % |||| | Bankengruppe | Allgemeine Verwaltungsaufwendungen in Relation zu den operativen Erträgen ^1)^ ||| | Bankengruppe | 2022 | 2023 | 2024 ^p)^ | | Alle Bankengruppen | 67,3 | 59,3 | 59,6 | | Kreditbanken | 74,6 | 61,1 | 62,4 | | Großbanken | 89,8 | 69,0 | 71,5 | | Regionalbanken und sonstige Kreditbanken | 60,5 | 53,0 | 54,3 | | Zweigstellen ausländischer Banken | 45,2 | 38,2 | 37,4 | | Landesbanken | 62,6 | 58,4 | 54,1 | | Sparkassen | 62,0 | 56,2 | 56,8 | | Kreditgenossenschaften | 62,5 | 60,4 | 60,6 | | Realkreditinstitute | 47,3 | 42,0 | 41,4 | | Bausparkassen | 78,2 | 70,5 | 70,4 | | Banken mit Sonder-, Förder- und sonstigen zentralen Unterstützungsaufgaben | 59,4 | 56,7 | 56,7 | |----------------------------------------------------------------------------|------|------|-----------| {#par-e819o2} **3 Ausblick** {#tar-9} ----------------------- ****Das Geschäftsumfeld der deutschen Kreditinstitute bleibt auch im Jahr 2025 herausfordernd.**Insbesondere die protektionistische und sprunghafte -Wirtschaftspolitik dürfte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Welt belasten. Trotz der jüngsten Einigung zwischen den und der bleibt die handelspolitische Unsicherheit hoch. Zudem dämpft die Höhe der vereinbarten Zölle das Wachstum der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr spürbar. Dem stehen jedoch Aufwärtschancen durch die angekündigte Lockerung der Fiskalpolitik und dem damit verbundenen konjunkturellen Impuls gegenüber.[\[37\]](#_ftn_root_37)**{#par-e5556u} ****Die deutsche Kreditwirtschaft dürfte sich aus vielen Richtungen steigenden Kosten ausgesetzt sehen:**Sich materialisierende Kreditrisiken dürften auch weiterhin die Ertragssituation der deutschen Kreditinstitute belasten. Sofern die Schwächephase der deutschen Wirtschaft weiter anhält, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Kreditausfällen. Darüber hinaus erfordern sowohl die zunehmende Bedrohungslage als auch die im allgemeinen Digitalisierungskontext gestiegenen Anforderungen an Cyber- und -Sicherheit auch künftig steigende Investitionen. Ferner bleibt abzuwarten, wie sich die ab Juni 2024 erfolgten Leitzinssenkungen auf den Zinsüberschuss, die wichtigste Ertragsquelle der deutschen Kreditinstitute, im laufenden Jahr auswirken.**{#par-e99e5e} ***Weiterführende Informationen finden Sie im* [Ertragslage -- Tabellenanhang](https://publikationen.bundesbank.de/content/965332)**{#par-o385o4} **Literaturverzeichnis** {#tar-10} ---------------------------------- **Ausschuss für Finanzstabilität (2025), [Zwölfter Bericht an den Deutschen Bundestag zur Finanzstabilität in Deutschland](https://www.afs-bund.de/afs/Content/DE/Downloads/AFS-Berichte/afs-bericht-12.pdf?__blob=publicationFile&v=1), Juli 2025.**{#par-oiu682} **Deutsche Bundesbank (2025a), [Monatsbericht -- Februar 2025](https://publikationen.bundesbank.de/content/928514), Februar 2025.**{#par-oii535} **Deutsche Bundesbank (2025b), [Geschäftsbericht 2024](https://publikationen.bundesbank.de/content/934014), 2024.**{#par-eu2aua} **Deutsche Bundesbank (2025c), [Deutschland-Prognose: US-Zölle belasten zunächst, Fiskalpolitik sorgt verzögert für Auftrieb](https://publikationen.bundesbank.de/content/959268), Monatsbericht, Juni 2025.**{#par-aa6u33} **Deutsche Bundesbank (2025d), [Bankstellenentwicklung im Jahr 2024](https://www.bundesbank.de/content/945292), Pressenotiz vom 17. Juli 2025.**{#par-a92e33} **Deutsche Bundesbank (2025e), [Juli-Ergebnisse der Umfrage zum Kreditgeschäft (Bank Lending Survey) in Deutschland](https://www.bundesbank.de/content/961474), Pressemitteilung vom 22. Juli 2025.**{#par-o77352} **Deutsche Bundesbank (2024a), [Monatsbericht -- Mai 2024](https://publikationen.bundesbank.de/content/929802), Mai 2024.**{#par-oiei6i} **Deutsche Bundesbank (2024b), [Monatsbericht -- August 2024](https://publikationen.bundesbank.de/content/934662), August 2024.**{#par-oaa912} **Deutsche Bundesbank (2024c), [Monatsbericht -- November 2024](https://publikationen.bundesbank.de/content/942866), November 2024.**{#par-e22898} **Statistisches Bundesamt (2025), [Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2025 um 0,1 % niedriger als im Vorquartal](https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/07/PD25_278_811.html?nn=2110), Pressemitteilung vom 30. Juli 2025.**{#par-iee87i} 1. **{#_ftn_root_1} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025b), S. 17.** 2. **{#_ftn_root_2} Vgl.: Ausschuss für Finanzstabilität (2025), S. 14.** 3. **{#_ftn_root_3} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025b), S. 12 und S. 21, sowie Deutsche Bundesbank (2024b), S. 7.** 4. **{#_ftn_root_4} Vor den jüngsten Revisionen schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2023 und 2024 lediglich um 0,1 % beziehungsweise 0,2 %. Dagegen fallen die Jahresraten für 2021 und 2022 nun spürbar höher aus als zuvor. Vgl.: Statistisches Bundesamt (2025).** 5. **{#_ftn_root_5} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025b), S. 9.** 6. **{#_ftn_root_6} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025b), S. 12 und S. 20, sowie Deutsche Bundesbank (2024c), S. 105.** 7. **{#_ftn_root_7} Vgl.: Ausschuss für Finanzstabilität (2025), S. 4, sowie Deutsche Bundesbank (2024b), S. 79.** 8. **{#_ftn_root_8} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2024c), S. 6f., sowie Deutsche Bundesbank (2025a), S. 90.** 9. **{#_ftn_root_9} Die Gesamtzahl der Kreditinstitute verringerte sich im Jahr 2024 um 35 auf 1 305, die der inländischen Zweigstellen um 1 631 auf 17 857.** 10. **{#_ftn_root_10} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025d).** 11. **{#_ftn_root_11} Letztere Entwicklung war allerdings einzelinstitutsgetrieben.** 12. **{#_ftn_root_12} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025b), S. 22f. sowie S. 91.** 13. **{#_ftn_root_13} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2024a), S. 48f, Deutsche Bundesbank (2024b), S. 63ff., Deutsche Bundesbank (2024c), S. 65f., sowie Deutsche Bundesbank (2025a), S 66f.** 14. **{#_ftn_root_14} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2024a), S. 50f., Deutsche Bundesbank (2024b), S. 62f., Deutsche Bundesbank (2024c), S. 64f., sowie Deutsche Bundesbank (2025a), S. 64f.** 15. **{#_ftn_root_15} Die Regional- und sonstigen Kreditbanken sowie die Großbanken wiesen mit + 5,4 % beziehungsweise + 3,2 % überdurchschnittliche Wachstumsraten aus. Die Kreditgenossenschaften lagen mit einem Einlagenwachstum von + 2,4 % leicht oberhalb des Gesamtdurchschnitts. Die Sparkassen hingegen fielen mit einem Zuwachs von + 1,0 % deutlich hinter der Gesamtentwicklung zurück. Gleiches gilt für die Landesbanken (+ 0,4 %).** 16. **{#_ftn_root_16} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2024a), S. 42 und S. 47, sowie Deutsche Bundesbank (2024b), S. 54 und S. 56.** 17. **{#_ftn_root_17} Operative Erträge abzüglich Verwaltungsaufwendungen und Netto-Bewertungsaufwand zuzüglich Saldo der anderen und außerordentlichen Rechnung. Im Folgenden meint „Jahresüberschuss" den Jahresüberschuss vor Steuern.** 18. **{#_ftn_root_18} Großbanken, Regional- und sonstige Kreditbanken, Zweigstellen ausländischer Banken, Landesbanken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften, Realkreditinstitute, Bausparkassen sowie Banken mit Sonder-, Förder- und sonstigen zentralen Unterstützungsaufgaben.** 19. **{#_ftn_root_19} Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass während der letzten 26 Jahre auch die aggregierte jahresdurchschnittliche Bilanzsumme der deutschen Kreditinstitute um mehr als 70 % stieg. Dabei wurden insbesondere seit dem Jahr 2019 positive jährliche Wachstumsraten verzeichnet, während sich die Bilanzsumme von 1999 bis 2018 unter Schwankungen eher seitwärts entwickelte. Damit dürfte die starke Verbesserung der Ertragslage am aktuellen Rand zum Teil auch auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens der letzten Jahre zurückzuführen sein.** 20. **{#_ftn_root_20} Bei den Sparkassen wiesen 209 der insgesamt 349 Institute und bei den Kreditgenossenschaften 304 der insgesamt 668 Institute einen gestiegenen Jahresüberschuss aus.** 21. **{#_ftn_root_21} Summe aus Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Nettoergebnis des Handelsbestandes und Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen.** 22. **{#_ftn_root_22} Zinserträge im engeren Sinne, das heißt Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen, zuzüglich laufender Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen abzüglich Zinsaufwendungen.** 23. **{#_ftn_root_23} Laut Daten der monatlichen Zinsstatistik beliefen sich die Effektivzinssätze für Termineinlagen privater Haushalte zeitweise auf über 3,0 %, diejenigen für nichtfinanzielle Unternehmen auf über 3,5 %.** 24. **{#_ftn_root_24} Die Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen waren im Aggregat leicht rückläufig und von untergeordneter Bedeutung.** 25. **{#_ftn_root_25} 384 von 668 Kreditgenossenschaften und 209 von 349 Sparkassen wiesen einen Anstieg im Zinsüberschuss aus.** 26. **{#_ftn_root_26} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025b), S. 89.** 27. **{#_ftn_root_27} Zinsüberschuss im Verhältnis zur jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme.** 28. **{#_ftn_root_28} Provisionsüberschuss im Verhältnis zur jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme.** 29. **{#_ftn_root_29} Sammelposition für diejenigen Erträge und Aufwendungen des operativen Geschäfts, die keine Verbindung zum Zins-, Provisions- oder Handelsergebnis haben. Sie enthält Leasingaufwendungen und -erträge, das Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben, Abschreibungen auf Leasinggegenstände, sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge, sonstige Steuern sowie Entnahmen aus dem und Zuführungen zum Fonds zur bauspartechnischen Absicherung (nur bei Bausparkassen).** 30. **{#_ftn_root_30} Regional- und sonstige Kreditbanken, Zweigstellen ausländischer Banken, Landesbanken, Sparkassen, Kreditgenossenschaften, Realkreditinstitute, Bausparkassen sowie Banken mit Sonder-, Förder- und sonstigen zentralen Unterstützungsaufgaben.** 31. **{#_ftn_root_31} Der Netto-Bewertungsaufwand umfasst Ergebniswirkungen aus Wertberichtigungen sowie Zu- und Abschreibungen auf Buchforderungen und Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Darüber hinaus werden dort Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Auflösung und Bildung von Rückstellungen im Kreditgeschäft und stillen Vorsorgereserven nach § 340f berücksichtigt. Allerdings ist aufgrund der nach Handelsgesetzbuch erlaubten Überkreuzkompensation aus dem Jahresabschluss nicht ersichtlich, in welchem Ausmaß stille Vorsorgereserven gebildet oder aufgelöst wurden.** 32. **{#_ftn_root_32} Die Entnahmen gingen hierbei gegenüber dem Vorjahr im Aggregat nochmals um 5,8 % auf 1,0 Mrd € zurück und liegen damit weiterhin unterhalb des langfristigen Mittels. Gleichzeitig wurden ähnlich hohe Zuführungen wie im Vorjahr ausgewiesen (15,5 Mrd €). Sie liegen weiterhin deutlich oberhalb des langfristigen Mittels von 7,6 Mrd €.** 33. **{#_ftn_root_33} Die Verwaltungsaufwendungen umfassen Personal- und andere Verwaltungsaufwendungen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten beispielsweise Investitionen in die Produktentwicklung, die Informationstechnologie und die Digitalisierung. Darüber hinaus schließen die anderen Verwaltungsaufwendungen auch Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen mit ein.** 34. **{#_ftn_root_34} Die andere und außerordentliche Rechnung erfasst Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere, Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren, Aufwendungen und Erträge aus Verlustübernahme, außerordentliche Aufwendungen und Erträge sowie Gewinne, die aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführt wurden.** 35. **{#_ftn_root_35} Jahresüberschuss vor Steuern in Relation zur jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme beziehungsweise zum jahresdurchschnittlichen bilanziellen Eigenkapital, unter Bereinigung um die Nettozuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken.** 36. **{#_ftn_root_36} Verwaltungsaufwendungen relativ zu den operativen Erträgen.** 37. **{#_ftn_root_37} Vgl.: Deutsche Bundesbank (2025c).** *[APP]: asset purchase programme *[CRR]: Capital Requirements Regulation *[**CRR**]: Capital Requirements Regulation *[GuV]: Gewinn- und Verlustrechnung *[**EZB**]: Europäische Zentralbank *[NPL]: non-performing loan *[AFS]: Ausschuss für Finanzstabilität *[PEPP]: pandemic emergency purchase programme *[MFI]: monetary financial institution *[GLRGs]: Gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte *[**GuV**]: Gewinn- und Verlustrechnung *[KWG]: Gesetz über das Kreditwesen *[SIs]: significant institutions *[US]: United States *[**MFI**]: monetary financial institution *[USA]: United States of America *[HGB]: Handelsgesetzbuch *[HVPI]: Harmonisierter Verbraucherpreisindex *[BIP]: Bruttoinlandsprodukt *[**NPL**]: non-performing loan *[IT]: Informationstechnologie *[EZB]: Europäische Zentralbank *[**EU**]: Europäische Union *[FINREP]: financial reporting *[EU]: Europäische Union *[LSIs]: less significant institutions *[Vgl.]: Vergleiche *[GLRG]: Gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte *[IFRS]: International Financial Reporting Standard