In dieser Studie haben wir neue umfragebasierte Belege dafür vorgestellt, dass die Inflationserwartungen stärker gesenkt werden können, wenn bestimmte Kommunikationsformen anstelle anderer Formen verwendet werden. Unseren Ergebnissen nach gilt hierbei, dass „Worte mächtiger sind als Zahlen“, aber „ein Bild mehr sagt als tausend Worte“. Strebt eine Zentralbank an, mit ihrer Kommunikation ein möglichst breites und diverses Publikum zu erreichen, dann gelingt dies am besten mithilfe von verständlichen Grafiken und positiv formulierten, nichttechnischen und nachvollziehbaren verbalen Erläuterungen. Weitere Experimente, bei denen verschiedene, aber nur geringfügig variierte Kommunikationsformen miteinander verglichen werden, dürften sich als nützlich erweisen, um den Einfluss einzelner Faktoren klar herauszuarbeiten. Um das Zielpublikum in seiner Gesamtheit erfolgreich erreichen zu können, sind die Zentralbanken dennoch bereits heute gut beraten, eine KISS-Strategie zu verfolgen, und ihre Mitteilungen auf einfache und verständliche Weise zu gestalten.