Der Monatsbericht März 2026 befasst sich mit aktuellen Entwicklungen der Nachfrage nach Euro-Bargeld. Ein weiterer Beitrag erläutert die Kernelemente und Perspektiven des digitalen Euro. Außerdem werden die Bedeutung des sektoralen Strukturwandels für das Produktivitätswachstum im Euroraum untersucht und die deutsche Zahlungsbilanz für das Jahr 2025 analysiert.
Die Deutsche Bundesbank hat ihren Jahresfehlbetrag 2025 wie erwartet weiter verringert. Angesichts einer deutlichen Verbesserung der Ertragslage sank der Jahresfehlbetrag gegenüber 2024 um mehr als die Hälfte auf 8,6 Milliarden Euro.
Die Risiken für das deutsche Finanzsystem haben sich erhöht. Der Finanzstabilitätsbericht 2025 sieht Herausforderungen durch geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und zunehmende Staatsverschuldung.
Wie die Schuldenbremse weiterentwickelt werden könnte
Die deutschen Fiskalregeln wurden im März grundlegend reformiert. Um den großen Herausforderungen bei Verteidigung und Infrastruktur Rechnung zu tragen, gibt es nunmehr umfangreiche Verschuldungsmöglichkeiten. Dies ist vorübergehend nachvollziehbar. Aufgrund der unbegrenzten Verschuldungsmöglichkeiten für Verteidigungsausgaben sind damit aber längerfristig weder solide Staatsfinanzen noch die Einhaltung der EU-Regeln gewährleistet. Auch sind staatliche Investitionen bei den Kreditspielräumen nur vorübergehend privilegiert. Der nachfolgende Vorschlag für eine Reform der Schuldenbremse adressiert diese beiden Sachverhalte.
Die Treibhausgas-Emissionen des in Euro geführten Eigenportfolios (Euro-Portfolio) und der Währungsreserven der Bundesbank gehen in den letzten Jahren insgesamt zurück. Erstmals werden auch Treibhausgas-Kennzahlen zu den Anteilen an geldpolitischen Beständen des Eurosystems offengelegt, die Unternehmensanleihen sowie gedeckte Schuldverschreibungen und Pfandbriefe (Covered Bonds) umfassen.
Der Monatsbericht März 2026 befasst sich mit aktuellen Entwicklungen der Nachfrage nach Euro-Bargeld. Ein weiterer Beitrag erläutert die Kernelemente und Perspektiven des digitalen Euro. Außerdem werden die Bedeutung des sektoralen Strukturwandels für das Produktivitätswachstum im Euroraum untersucht und die deutsche Zahlungsbilanz für das Jahr 2025 analysiert.
Im Monatsbericht Januar 2026 wird untersucht, ob die gestiegene Konzentration des Bankenmarkts im Euroraum zu einer veränderten Zinsweitergabe führt. Ein weiterer Beitrag geht der Frage nach, welche Ursachen den Wechselkursbewegungen des Euro gegenüber dem US-Dollar zugrunde liegen. Außerdem beschreibt ein Aufsatz die staatlichen Investitionen in Infrastruktur in Deutschland und wie neue Kreditspielräume zukünftig zielgerichtet genutzt werden sollten.
Klimapolitik ist kostspielig für Unternehmen: Evidenz aus dem CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU
Ist die Klimapolitik der EU momentan kostspielig für Unternehmen? Die wissenschaftliche Literatur hat bislang keine eindeutige empirische Evidenz aufgezeigt. Neue Forschungsergebnisse, die die jüngste Entscheidung der EU zur Einführung des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus auswerten, deuten darauf hin, dass die CO₂-Bepreisung in Europa sich inzwischen bemerkbar macht.
Konzentration des Bankenmarkts ohne eindeutige Wirkung auf die Stärke der geldpolitischen Transmission
Die Konzentration des Bankenmarkts beeinflusst potenziell die Kreditzinssätze. Eine neue Studie (Bredl, 2025), die im Rahmen des ChaMP-Forschungsnetzwerkes erstellt wurde, untersucht diesen Zusammenhang genauer. Dabei liegt der Fokus auf der Konzentration regionaler Bankenmärkte sowie auf dem Kreditgeschäft mit kleinen Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die regionale Konzentration keine eindeutige Wirkung auf die Weitergabe geldpolitischer Impulse hat.
Welche Bedeutung hat Finanzstabilität bei den geldpolitischen Beratungen des Federal Open Market Committee?
Seit der internationalen Finanzkrise 2007 bis 2009 ist Finanzstabilität für Zentralbanken wichtiger geworden. In diesem Beitrag untersuchen wir, wie das Federal Open Market Committee der Federal Reserve Finanzstabilität in seine geldpolitischen Beratungen einbezieht, um seine Mandatsziele zu sichern. Wir zeigen, dass Diskussionen zur Finanzstabilität, während der Niedrigzinsphase von 2009 bis 2015, in der der US-Leitzins an der effektiven Zinsuntergrenze lag, zu einer geldpolitischen Straffung beitrugen. Die geldpolitische Kommunikation orientiert sich dabei an den Mandatszielen.
| Dimitrios Kanelis, Lars H. Kranzmann, Pierre L. Siklos
Seit der Finanzkrise werden Finanzzyklen, also mittel- bis längerfristige Schwankungen bei der Kreditvergabe und den Vermögenspreisen, sowohl in der Forschung als auch in der wirtschaftspolitischen Debatte verstärkt betrachtet. In diesem Zusammenhang spielt die Geldpolitik eine zentrale Rolle, da sie im Rahmen ihres Primärziels zur Stabilisierung von Finanzzyklen beitragen kann, etwa indem sie Entwicklungen am Immobilienmarkt bei der Festlegung des Zinssatzes berücksichtigt. Rückblickend hätte eine entsprechende Geldpolitik in den USA den Boom und anschließenden Einbruch des US-Häusermarkts in den 2000er-Jahren – und damit auch die weitreichenden Folgen für die dortige Realwirtschaft – deutlich abfedern können.