Internationales und europäisches Umfeld Monatsbericht – Februar 2026

Monatsbericht

1 Weltwirtschaft in unruhigen Zeiten weiter auf Kurs

Die Weltwirtschaft expandierte im Schlussquartal 2025 erneut moderat. In den USA setzte sich das schwungvolle gesamtwirtschaftliche Wachstum offenbar fort. In China blieb die Konjunktur gedämpft; dem anhaltend lebhaften Exportgeschäft stand dort die unverändert schwache Binnennachfrage gegenüber. Im Euroraum stieg die Wirtschaftsleistung moderat an. Insgesamt erwies sich die Weltwirtschaft weiterhin widerstandsfähig gegenüber den Belastungen durch die anhaltenden handels- und geopolitischen Spannungen.

Der globale Warenhandel nahm weiter zu. Berechnungen des niederländischen CPB zufolge wuchs das monatsdurchschnittliche Volumen des Welthandels im Oktober und November gegenüber dem dritten Quartal saisonbereinigt um 0,3 %. Damit setzte sich die Aufwärtsbewegung fort, wenngleich nicht mehr so lebhaft wie zuvor. Gleichzeitig verfestigten sich die Verschiebungen der regionalen Struktur des Welthandels. Die US-Warenimporte sanken unter dem Einfluss der höheren Zölle, während die Exporte Chinas erneut deutlich anstiegen. Auch die Ausfuhren einiger kleinerer asiatischer Länder legten kräftig zu, nicht zuletzt infolge der hohen Nachfrage nach Hochtechnologieprodukten aufgrund des KI-Booms.

Globaler Warenhandel und Ausfuhren ausgewählter asiatischer Volkswirtschaften
Globaler Warenhandel und Ausfuhren ausgewählter asiatischer Volkswirtschaften

Handelspolitische Spannungen und geopolitische Risiken hielten an. Die USA setzten ihre aggressive Handelspolitik fort. Zwischenzeitlich kam es im Zusammenhang mit territorialen Ansprüchen der USA auf Grönland zu erneuten handelspolitischen Auseinandersetzungen mit der EU. Auch Kanada und Südkorea drohte die US-Administration zuletzt mit neuen Zollanhebungen. Zugleich intensivierte die Europäische Kommission ihre Bemühungen um eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Handelspartnern. Die Verhandlungen zu Handels- und Investitionsabkommen zwischen der EU und Indien sowie mit den Mercosur-Staaten kamen zu einem Abschluss. Die erwarteten gesamtwirtschaftlichen Impulse fallen kurzfristig zwar überschaubar aus, die Abkommen unterstreichen aber die Bestrebungen der EU, ihre Handelsbeziehungen breiter aufzustellen. Zudem könnten sie ein wichtiges politisches Signal für offene Märkte und regelgebundenen Handel in einem zunehmend fragmentierten globalen Umfeld senden (siehe dazu die Ausführungen im Exkurs „Zu den Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten und Indien“). Dies setzt eine baldige und vollständige Umsetzung voraus, die zumindest im Falle des Mercosur-Abkommens durch die Anrufung des Europäischen Gerichtshofs durch das Europäische Parlament infrage steht.

Angesichts der robusten globalen Konjunktur bestätigte der IWF in seinem Update des World Economic Outlook von Januar 2026 seine vorherige Prognose weitgehend. Die leichte Aufwärtsrevision für das globale Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 % begründete der IWF vor allem mit der anhaltend kräftigen Investitionstätigkeit im Technologiesektor sowie der in vielen Regionen stützenden Geld- und Fiskalpolitik. 1 Für das Jahr 2027 rechnet der IWF unverändert mit einem Wachstum von 3,2 %. Auch am Inflationsausblick nahm er nur geringe Änderungen vor. Die Teuerung in der Gruppe der Industrieländer dürfte demnach weiter nachlassen, wenngleich die Rückkehr der Inflation zum Zielwert in den USA langsamer voranschreiten könnte als in anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Beim Wachstumsausblick überwiegen nach Ansicht des IWF weiterhin Abwärtsrisiken. Eine erneute Eskalation geopolitischer Konflikte und eine Verschärfung protektionistischer Maßnahmen könnten die Weltkonjunktur belasten. Zudem verweist der IWF auf Unsicherheiten im Zusammenhang mit den zuletzt hohen Technologieinvestitionen, deren wirtschaftliche Rentabilität sich erst noch erweisen müsse. 

Rohstoffpreise
Rohstoffpreise

Vor dem Hintergrund erhöhter geopolitischer Risiken zogen die Rohstoffpreise zuletzt auf breiter Front an. Im Zusammenhang mit der angespannten Lage im Iran und Förderausfällen in Kasachstan stiegen die Rohölnotierungen auf zuletzt 71 US-$ je Fass, nachdem sie bis zum Jahresende 2025 gesunken waren. Auch die europäischen Gaspreise zogen zeitweise etwas an. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die witterungsbedingt verstärkte Nachfrage und der verhältnismäßig geringe Füllstand der Gasspeicher in Europa. Gleichwohl notierten die Gaspreise zum Abschluss dieses Berichts mit 31 € je Megawattstunde weiterhin deutlich unter ihrem Vorjahresstand. Die Preise für Industrierohstoffe legten zuletzt besonders kräftig zu, insbesondere für Metalle wie Kupfer, Aluminium, Nickel oder Zinn. Neben Angebotsausfällen wirkte auch eine im Zuge der geopolitischen Spannungen gestiegene, vorsichtsgetriebene Nachfrage preistreibend.

Verbraucherpreise in Industrieländern
Verbraucherpreise in Industrieländern

Der Disinflationsprozess nahm in den letzten Monaten in den Industrieländern wieder Fahrt auf. Die Vorjahresrate der Verbraucherpreise sank von 3,0 % im September auf 2,3 % im Januar. Auch die ohne Energie und Nahrungsmittel gerechnete Kernrate gab von 2,8 % auf 2,4 % nach. Dies spiegelt insbesondere Entwicklungen in den USA wider, wo der zollbedingte Preisauftrieb bei Waren ins Stocken geriet und die Teuerung bei Dienstleistungen merklich nachgab. Im Euroraum hingegen kam die Disinflation bei Dienstleistungen nur langsam voran. Die seit Jahresbeginn wieder anziehenden Rohstoffpreise könnten in den kommenden Monaten den weiteren Rückgang der Inflationsraten in den Industrieländern erschweren. 

1.1 Gedämpfte Konjunktur in China

In China blieb die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gedämpft. Das reale BIP stieg im vierten Quartal 2025 gemäß offizieller Schätzung um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr. Wie bereits in den vorangegangenen Quartalen schwächte sich das Wachstum leicht ab. Belastend wirkten weiterhin strukturelle Anpassungsprozesse, insbesondere im Immobiliensektor, sowie die verhaltene Entwicklung der privaten Konsumausgaben. Demgegenüber blieb das Exportgeschäft lebhaft. Insgesamt setzte sich damit das Muster eines exportgetragenen Wachstums bei zugleich schwacher Binnennachfrage fort. Die Teuerung auf der Verbraucherstufe zog zum Jahresende 2025 ein Stück weit an, blieb aber in der Grundtendenz verhalten. Im Januar 2026 schwächte sich der Preisanstieg wieder etwas ab, auf 0,2 % im Vorjahresvergleich. Dies war aber im Wesentlichen auf den späten Termin des chinesischen Neujahrsfestes zurückzuführen, das üblicherweise mit Preisanstiegen einhergeht. 

Chinas Außenhandelsüberschuss weitete sich im Gesamtjahr 2025 nochmals aus. Die Ausfuhren stiegen im abgelaufenen Jahr trotz des moderaten globalen Konjunkturumfelds sowie der deutlichen Anhebung der US-Zölle bemerkenswert stark an, während die Importe angesichts der verhaltenen inländischen Nachfrage praktisch stagnierten. Der Rückgang der Exporte in die USA wurde durch Zuwächse auf anderen Absatzmärkten, insbesondere in Afrika sowie in Teilen Asiens, mehr als kompensiert. Die wertmäßigen Ausfuhren in die EU legten auf US-Dollar-Basis um knapp 9 % zu. Umlenkungen von Exporten, die bislang für den US-Markt bestimmt waren, dürften hierfür allerdings nur zu einem geringen Teil maßgeblich gewesen sein. Vielmehr dürfte die qualitative Aufwertung des chinesischen Exportportfolios eine wichtige Rolle spielen. Dafür spricht, dass Exporte technologieintensiver Produkte, einschließlich Kraftfahrzeuge, besonders stark zunahmen.

Chinas Außenhandel mit Waren
Chinas Außenhandel mit Waren

1.2 Gemischte Tendenzen in anderen Schwellenländern

In Indien dürfte das hohe wirtschaftliche Expansionstempo angehalten haben. Im dritten Quartal 2025 hatte sich das reale BIP-Wachstum im Vorjahresvergleich auf 8,2 % verstärkt. Auch im Schlussquartal dürfte die Konjunktur sehr schwungvoll geblieben sein. Die Warenexporte in die USA sanken jedoch unter dem Einfluss der hohen Zölle. Vor diesem Hintergrund bemühte sich Indien verstärkt um eine größere Diversifizierung seiner Exportmärkte, wie die Einigung bei dem Handels- und Investitionsabkommen mit der EU beispielhaft zeigt (vgl. dazu die Ausführungen im Exkurs „Zu den Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten und Indien“). 2 Der Preisanstieg auf der Verbraucherstufe blieb gedämpft. Im Januar 2026 belief sich die Teuerungsrate auf 2,7 %. Die Zentralbank senkte den Leitzins im Dezember um 25 Basispunkte auf 5,25 % und behielt ihn bis zuletzt bei.

In Brasilien entwickelte sich die Konjunktur weiterhin schleppend. Im dritten Quartal 2025 war das gesamtwirtschaftliche Wachstum im Vorquartalsvergleich annähernd zum Erliegen gekommen. Auch im Schlussquartal dürfte die Konjunktur ohne Schwung geblieben sein. Dämpfend wirkte dabei insbesondere die weiterhin restriktive Geldpolitik. Gleichzeitig blieb die Lage am Arbeitsmarkt sehr günstig, und das hohe Lohnwachstum hielt an. Vor diesem Hintergrund verlangsamte sich der Verbraucherpreisanstieg nur graduell; gleichwohl lag die Teuerungsrate im Januar 2026 mit 4,4 % innerhalb des Zielkorridors der Zentralbank. Diese hielt den Leitzins in den vergangenen Monaten auf dem hohen Stand von 15 %.

In Russland blieb die gesamtwirtschaftliche Dynamik schwach. Gemäß der ersten offiziellen Schätzung stieg das reale BIP im Gesamtjahr 2025 um 1,0 %, nach einem Zuwachs von 4,9 % im Jahr 2024. Für das Schlussquartal liegen noch keine separaten BIP-Ergebnisse vor. Das Indikatorenbild deutet jedenfalls darauf hin, dass die konjunkturelle Entwicklung gedämpft blieb. Die Investitionstätigkeit wurde auch durch hohe Realzinsen gehemmt. Die Fiskalpolitik behielt hingegen ihre expansive Ausrichtung bei. Aufgrund anhaltend steigender Militärausgaben und rückläufiger Einnahmen aus dem Ölexport stieg das staatliche Defizit im letzten Jahr auf 2,6 % des BIP. Alles in allem spannte sich die Lage des Staatshaushalts spürbar an. 3 Dies veranlasste die Regierung, den Mehrwertsteuersatz zum Jahresbeginn 2026 von 20 % auf 22 % anzuheben. Dadurch verstärkte sich der Verbraucherpreisanstieg im Januar 2026 wieder auf 6,0 %. Dennoch setzte die Zentralbank ihren geldpolitischen Lockerungskurs fort und senkte den Leitzins zuletzt auf 15,5 %.

Exkurs

Zu den Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten und Indien

Die EU vereinbarte im Januar 2026 nach über 20 Jahre andauernden Verhandlungen Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten 1 und mit Indien. Diese sehen eine weitgehende Abschaffung tarifärer Handelsschranken vor. Die EU und der Mercosur würden damit eine der nach Bevölkerungszahl größten Handelszonen der Welt bilden. Der durch die Vereinbarung mit Indien abgedeckte Wirtschaftsraum würde knapp 2 Milliarden Menschen erfassen und stünde für etwa ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Beide Verträge gehen über reine Handelsabkommen hinaus und umfassen zusätzlich Regelungen zu Investitionen, nachhaltiger Entwicklung, Umwelt- und Klimaschutz, digitalem Wandel, Menschen- und Arbeitnehmerrechten sowie sicherheits- und mobilitätsbezogenen Fragen. Ihre Ratifizierung steht allerdings noch aus. 2

Ein Großteil der Zölle zwischen der EU und dem Mercosur soll entfallen. Die bislang hohen Importzölle der Mercosur-Staaten auf Industrieprodukte aus der EU (von rund 14 % auf Pharmazeutika bis zu 35 % auf Kraftfahrzeuge) sollen deutlich gesenkt oder gestrichen werden. Eine Ausnahme bilden Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile, für die aufgrund ihrer besonderen wirtschafts- und industriepolitischen Bedeutung gegenseitig lange Übergangsfristen vorgesehen sind. 3 Auf EU-Seite ist der Liberalisierungseffekt hingegen begrenzt, da die Zölle auf industrielle Importe bereits vergleichsweise gering sind. 

Auch im Abkommen mit Indien werden Zölle auf Industriewaren weitgehend gestrichen. Indien öffnet insbesondere seine Märkte für Pharmazeutika, Maschinen, Chemie und technische Produkte. Zölle auf Maschinen (bislang bis zu 44 %), Chemikalien (bis 22 %) und Pharmazeutika (11 %) werden weitgehend abgeschafft. Indische Zölle auf Personenkraftwagen (bisher bis zu 110 %) sinken schrittweise auf 10 %, bei einer Quote von 250 000 Fahrzeugen pro Jahr. Im Gegenzug baut die EU Zölle auf wichtige Teile des indischen Exportsortiments ab, darunter Textilien, Leder- und Schmuckwaren sowie weitere arbeitsintensive Industrieerzeugnisse. 

Im Agrarsektor schützen die Partner ihre Produzenten teils weiterhin. Für landwirtschaftliche Produkte sieht das Abkommen mit den Mercosur-Staaten nach Ländern und Produkten differenzierte zollfreie Mengenkontingente für Einfuhren in die EU vor. Indien schützt als sensibel eingestufte Erzeugnisse wie Milchprodukte, Getreide und Geflügel. Die EU hält Zölle auf Rindfleisch, Zucker und Reis aus Indien aufrecht. 

Handel der EU mit dem Mercosur beziehungsweise mit Indien
Handel der EU mit dem Mercosur beziehungsweise mit Indien

Gesamtwirtschaftlich ist der Handel mit dem Mercosur und Indien für die EU bislang nicht von großer Bedeutung. Die Ausfuhren in die Mercosur-Staaten entsprachen 2024 rund 0,3 % des EU-BIP. Ein Großteil davon entfiel auf die Bereiche Maschinenbau und Fahrzeuge, Chemie sowie auf sonstige Industriegüter. Die EU importierte in etwa im gleichen Wert schwerpunktmäßig Agrargüter und Rohstoffe. Für einzelne EU-Mitgliedstaaten, insbesondere Spanien und Portugal, ist die Bedeutung des Handels mit dem Mercosur aufgrund enger historischer Verflechtungen allerdings spürbar größer. Die Ausfuhren nach Indien entsprachen 2024 knapp 0,3 %, die Einfuhren etwa 0,4 % des EU-BIP. Anders als im Handel mit dem Mercosur konzentriert sich dabei der Warenaustausch in beide Richtungen auf Industriewaren. Aus der Perspektive Indiens und der Mercosur-Staaten nimmt der Handel mit der EU mit einem Wert der Ausfuhren in die EU in Relation zum BIP von jeweils 2 % einen deutlich größeren Stellenwert ein. 

Simulierte makroökonomische Effekte von Zollsenkungen im Rahmen der Abkommen der EU mit dem Mercosur und Indien
Simulierte makroökonomische Effekte von Zollsenkungen im Rahmen der Abkommen der EU mit dem Mercosur und Indien

Die makroökonomischen Effekte der Handelsabkommen schätzen wir über Simulationsrechnungen mit dem makroökonomischen Mehrländermodell NiGEM 4 ab. In die Simulationen gehen Zollabbaupfade ein, die aus den in den Abkommen vorgesehenen Liberalisierungsregelungen abgeleitet wurden. Für EU-Warenexporte in die Mercosur-Staaten sinkt der effektive Durchschnittszoll bereits mit dem Inkrafttreten von knapp 8,5 % auf gut 2,5 % und fällt über einen Zeitraum von 20 Jahren langsam weiter auf null. Exporteure aus dem Mercosur profitieren hingegen unmittelbar von einer Effektivzollsenkung von etwa 2,8 % auf annähernd null. 5 Die Vereinbarung mit Indien sieht einen graduelleren Abbau der Zölle vor. 6

Die Ergebnisse der Simulationen legen nahe, dass die gesamtwirtschaftlichen Effekte beider Abkommen in der kurzen bis mittleren Frist gering ausfallen dürften. Die geschätzten BIP-Effekte nach vier Jahren sind zwar durchgehend positiv, aber für die europäischen Partner sehr klein. Die sich aus den Simulationen ergebenden zusätzlichen Ein- und Ausfuhren des Euroraums bleiben, gemessen an seinem gesamten Handelsvolumen 7 , unter 0,1 %. Etwas größer als für den Euroraum insgesamt sind die Auswirkungen für Spanien und Portugal. Die kleinen gesamtwirtschaftlichen Effekte erklären sich maßgeblich durch die bisher geringe Bedeutung des bilateralen Handels im Verhältnis zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung. Für die Mercosur-Länder wie auch für Indien sind die Auswirkungen spürbar stärker, aber auch nicht allzu groß. 8 Drittstaaten profitieren per saldo ebenfalls leicht von den Abkommen. 

Wichtig für die EU sind die Abkommen vor allem aufgrund ihrer politischen Signalwirkung. Die Bedeutung der Vereinbarungen ist weniger in ihren kurzfristigen Wachstums- oder Handelseffekten zu sehen, sondern vor allem in ihrer politischen Signalwirkung: Gemeinschaftliches Austarieren von Interessen und Liberalisierung von Handel kann ein attraktives Gegenmodell zu unilateraler Interessenpolitik und protektionistischen Tendenzen sein. Dies erfordert eine baldige und vollständige Umsetzung, die zumindest im Falle des Mercosur-Abkommens durch die Anrufung des Europäischen Gerichtshofs durch das Europäische Parlament infrage steht. Der gesamtwirtschaftliche Nutzen aus den Abkommen könnte vor allem mittel- bis langfristig größer sein, als es die modellgestützten Simulationsrechnungen nahelegen, etwa durch eine stärkere Diversifizierung der Handelsbeziehungen der EU. Speziell das Abkommen mit den Mercosur-Staaten könnte unter anderem im Rohstoffbereich dazu beitragen, bisherige Bezugsrisiken breiter zu streuen und die Resilienz von Lieferketten zu stärken. Im Fall Indiens kommt hinzu, dass die Vereinbarungen neben dem Warenhandel auch eine Vertiefung der Zusammenarbeit im Dienstleistungsbereich sowie zur Mobilität von Fachkräften umfassen. Zugleich handelt es sich bei Indien um eine sehr dynamisch wachsende Volkswirtschaft, wodurch sich längerfristig ein deutlich höheres wirtschaftliches Potenzial für europäische Unternehmen ergeben könnte.

1.3 US-Wirtschaft zum Jahresabschluss weiterhin klar auf Wachstumskurs

Die US-amerikanische Konjunktur zeigte sich auch im Schlussquartal 2025 in guter Verfassung. Die erste Schätzung zum realen BIP lag zum Abschluss dieses Berichts noch nicht vor. 4 Die bislang verfügbaren Indikatoren deuten gleichwohl auf ein lebhaftes Wachstum hin. Die privaten Verbraucher steigerten im Oktober und November ihre Konsumausgaben erneut spürbar. Unternehmen weiteten die Ausrüstungsinvestitionen abermals aus. Anschaffungen im Zusammenhang mit dem anhaltenden KI-Boom blieben dabei ein wichtiger Treiber. Zugleich sanken die Einfuhren trotz der dynamischen Inlandsnachfrage spürbar, was wesentlich mit den im Jahresverlauf erheblich angehobenen Zollsätzen zusammenhängen dürfte. Vom Exportgeschäft gingen keine großen Impulse aus. Die Auswirkungen des 43-tägigen Verwaltungsstillstandes sollten angesichts der kräftigen Grundtendenz kaum ins Gewicht gefallen sein. 

Zum Jahreswechsel setzte die US-Wirtschaft ihren soliden Wachstumskurs fort. Unternehmensvertreter stuften in Umfragen auch im Januar die Geschäftsaktivität und -aussichten als solide ein. Eine Rolle könnte dabei spielen, dass die Fiskal- und Geldpolitik die Konjunktur im laufenden Jahr moderat stimulieren dürften. Abzuwarten bleibt jedoch, ob das Wachstum der Produktionskapazitäten mit der voraussichtlich weiterhin lebhaften Nachfrage Schritt halten kann. Im Jahr 2025 war dies vor allem durch kräftige Produktivitätsfortschritte gelungen, während die Beschäftigung nur verhalten zugenommen hatte. Neben einer etwas abgekühlten Arbeitsnachfrage dürfte hierzu auch der harte migrationspolitische Kurs der Regierung beigetragen haben (vgl. hierzu den Exkurs „Zu den Hintergründen des abnehmenden Beschäftigungswachstums in den USA“). 

Die steigende Auslastung der US-Wirtschaft könnte weitere Fortschritte im Disinflationsprozess erschweren. Von September 2025 bis Januar 2026 sank die Vorjahresrate der Verbraucherpreise merklich auf 2,4 %. Auch ohne Energie und Nahrungsmittel gerechnet ließ der Preisanstieg nach. Noch immer übertraf die Teuerungsrate aber den geldpolitischen Zielwert. Vor diesem Hintergrund senkte die US-Notenbank unter Verweis auf Risiken für ihr Beschäftigungsmandat zwar im Dezember die Zielspanne für ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,5 % bis 3,75 %, zu Beginn des neuen Jahres hielt sie die Zinssätze aber unverändert.

Reales BIP in großen Industrieländern außerhalb des Euroraums
Reales BIP in großen Industrieländern außerhalb des Euroraums

1.4 Japanische Wirtschaft zum Jahresende kraftlos

Die japanische Wirtschaft beendete das Jahr 2025 kraftlos. Laut der ersten Schätzung expandierte das BIP im Schlussquartal preis- und saisonbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal, in dem es um 0,7 % zurückgegangen war. Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben zuletzt kaum, wohl auch aufgrund der durch den recht starken Verbraucherpreisauftrieb geschmälerten Kaufkraft. Die Bruttoanlageinvestitionen legten nach dem Rückgang im Vorquartal etwas zu. Die Aus- und Einfuhren sanken nochmals leicht. Trotz der verhaltenen Konjunktur blieb die Arbeitsmarktlage günstig. Die Arbeitslosenquote verharrte im Dezember bei 2,6 %. Die Vorjahresrate der Verbraucherpreise gab im gleichen Monat deutlich auf 2,1 % nach. Dazu trugen vorübergehend erhöhte staatliche Subventionen für Kraftstoffe bei. Die ohne Energie und Nahrungsmittel gerechnete Kernrate blieb mit 1,5 % stabil. Um die Kaufkraft der Verbraucher dauerhaft zu stärken, schaffte das japanische Parlament zum Jahresbeginn die seit 50 Jahren bestehende „provisorische“ Kraftstoffsteuer ab. Die zuvor vorübergehend erhöhten Subventionen liefen mit der Steuerabschaffung wieder aus. Zudem plant die Regierung, Nahrungsmittel von der Umsatzsteuer auszunehmen. Entlastende fiskalische Maßnahmen sowie die dynamische Lohnentwicklung dürften die realen verfügbaren Einkommen und damit die Binnennachfrage stützen. Die japanische Notenbank hob vor diesem Hintergrund ihren Leitzins im Dezember auf 0,75 % an. Die expansive Fiskalpolitik bei gleichzeitig fortgesetzter geldpolitischer Normalisierung schürte zuletzt auf den Anleihemärkten Sorgen um die fiskalische Nachhaltigkeit Japans. Die Renditen langfristiger japanischer Staatsanleihen stiegen spürbar, und der Yen wertete deutlich ab. 

1.5 Im Vereinigten Königreich weiterhin verhaltene Konjunktur

Im Vereinigten Königreich stieg die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2025 nur leicht. Das BIP nahm preis- und saisonbereinigt um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal zu. Damit setzte sich die verhaltene Aufwärtsbewegung fort, die im Frühjahr eingesetzt hatte. Nach Wirtschaftsbereichen ergab sich ein uneinheitliches Bild. Das Verarbeitende Gewerbe erholte sich von den Produktionsausfällen im Sommer wieder deutlich. In den volkswirtschaftlich bedeutenden Dienstleistungsbereichen stagnierte die Geschäftstätigkeit, im Baugewerbe sank sie. Der Arbeitsmarkt kühlte sich im Laufe des Jahres 2025 deutlich ab. Die Arbeitslosenquote verharrte zuletzt bei über 5 %. Das Lohnwachstum blieb allerdings auch im Herbst insbesondere dank Bonuszahlungen erhöht. Auch der Verbraucherpreisauftrieb schwächte sich zum Jahresende 2025 nicht weiter ab. Die Vorjahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg vielmehr im Dezember auf 3,4 % an, teilweise bedingt durch die Erhöhung der Tabaksteuer. Die Kernrate lag im Dezember bei 3,2 %. Vor diesem Hintergrund sah die Bank of England Anfang Februar von einer weiteren Zinssenkung ab und beließ ihren Leitzins bei 3,75 %.

1.6 Erneuerter Anstieg der Wirtschaftsleistung in Polen

In Polen blieb das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal kräftig. Das reale BIP stieg vorläufigen Angaben zufolge im Vorquartalsvergleich um 1,0 % und hielt damit das Tempo der Vorquartale. Im Jahresdurchschnitt ergab sich ein Zuwachs von 3,6 %. Der Anstieg der industriellen Erzeugung schwächte sich nach dem starken Vorquartal ab, im Einklang mit den leicht rückläufigen Exporten in den Euroraum. Die quantitativ weniger bedeutenden Exporte in Länder außerhalb des Euroraums stiegen hingegen deutlich. Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Dienstleistungssektor. Zudem erholte sich die Bauwirtschaft, wozu die niedrigeren Finanzierungskosten und die Mittel aus der Aufbau- und Resilienzfazilität der EU beigetragen haben dürften. Verwendungsseitig war das Wachstum wohl breiter verteilt als im Vorquartal. Der private Konsum dürfte wieder etwas gestiegen sein, während das zuvor starke Wachstum der Investitionen und der Exporte vermutlich nachließ. Die Teuerung ermäßigte sich weiter auf zuletzt 2,2 % im Vorjahrsvergleich. Die polnische Notenbank setzte ihre Zinssenkungen fort, auf zuletzt 4,0 %.

Exkurs

Zu den Hintergründen des abnehmenden Beschäftigungswachstums in den USA

In den USA büßte das Beschäftigungswachstum 2025 stark an Tempo ein. Im Jahr 2024 wurden monatlich noch durchschnittlich rund 122 000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. 2025 waren es dann im Mittel gerade noch 15 000 Stellen. Kürzungen im zuvor stark expandierenden öffentlichen Dienst erklären diese Abschwächung nur zum Teil. Ebenso stark fiel ins Gewicht, dass sich im Privatsektor das Beschäftigungswachstum spürbar verlangsamte. Im Januar 2026 bauten private Unternehmen zwar verstärkt Stellen auf. Hierzu trugen aber nur wenige Sektoren bei. Eine nachhaltige Verstärkung des Beschäftigungswachstums scheint sich noch nicht abzuzeichnen. 

Ein Grund für die verhaltene Beschäftigungsdynamik könnte die Kehrtwende in der Migrationspolitik sein, die das Arbeitsangebot beschränkt. Seit dem Regierungswechsel verfolgt die neue US-Administration einen restriktiven Kurs in der Migrationspolitik. In den letzten zwölf Monaten setzte sie zusätzliche Maßnahmen zur Grenzsicherung um, erhöhte Hürden für neue Asylanträge, verschärfte Kontrollen bereits im Land lebender Einwanderer und weitete Abschiebungen aus. 1 Auch die legale Einwanderung wurde erschwert, indem Visa-Programme eingeschränkt wurden. 2 In ihrer Gesamtheit hinterließen diese Maßnahmen deutliche Spuren in den Migrationsstatistiken. 3 Gemäß der monatlichen Arbeitsmarktstatistik lag die Zahl der im Ausland geborenen Personen im erwerbsfähigen Alter im Januar 2026 sogar um 700 000 unter dem Vorjahreswert. Diese Schätzung dürfte den tatsächlichen Einfluss der Migrationspolitik auf die Bevölkerungsdynamik allerdings überzeichnen. Viele Menschen mit Migrationshintergrund nahmen zuletzt – eventuell auch aus Sorge vor persönlichen Konsequenzen – nicht mehr an den turnusgemäßen Befragungen der statistischen Ämter teil. 4 Ein verlässlicheres Bild dürften die Analysen des unabhängigen Haushaltsbüros des US-Kongresses (Congressional Budget Office, CBO) bieten. Diese deuten auf eine deutlich gebremste, aber noch immer leicht positive Nettozuwanderung hin. Im Jahr 2025 sind demnach netto knapp eine halbe Million Menschen in die USA eingewandert. Für das laufende Jahr wird ein kaum höherer Wert erwartet. In den Jahren 2022 bis 2024 wanderten jährlich per Saldo noch rund 3 Millionen Menschen in die Vereinigten Staaten ein. 5

Indikatoren der Beschäftigungsdynamik in den USA
Indikatoren der Beschäftigungsdynamik in den USA

Vor allem wegen der abgeschwächten Zuwanderung dürfte sich das strukturell angelegte Beschäftigungswachstum in den letzten Jahren halbiert haben. Projektionen des CBO zufolge wird sich das jahresdurchschnittliche Wachstum der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 1,4 % im Jahr 2024 auf 1 % im letzten und knapp 0,7 % im laufenden Jahr verlangsamen. Auch die Erwerbsbeteiligung könnte leicht unter Druck geraten, da sie bei Einwanderern überdurchschnittlich hoch ist. 6 Die Zahl der Erwerbspersonen dürfte daher deutlich langsamer steigen als in der jüngsten Vergangenheit. 7 Das engt den Raum für ein spannungsfreies Beschäftigungswachstum ein. Während es für 2024 noch auf monatlich 190 000 Personen geschätzt wird, dürfte es im laufenden Jahr auf unter 90 000 Personen sinken. 8 Analysen Dritter halten zum Teil noch stärkere Einschnitte bei der Zuwanderung für möglich, mit der Folge, dass bereits im Jahr 2026 strukturelle Beschäftigungsgewinne ganz ausbleiben könnten. 9

Zudem könnte das Beschäftigungswachstum zuletzt etwas hinter den demografisch angelegten Möglichkeiten zurückgeblieben sein. Neben dem schwächeren Wachstum des Arbeitsangebots dürfte bei der Verlangsamung des Beschäftigungswachstums eine Eintrübung der Arbeitsnachfrage eine Rolle gespielt haben. 10 Dafür spricht auch der leichte Anstieg der Arbeitslosenquote im Verlauf des letzten Jahres. 11 Gleichzeitig sank die Zahl der offenen Stellen nochmals merklich. Das Lohnwachstum blieb zwar im mittelfristigen Vergleich erhöht, ließ zuletzt aber ebenfalls etwas nach. Private Haushalte schätzen vor diesem Hintergrund in Umfragen ihre Beschäftigungschancen ungünstiger ein als noch zu Beginn des Jahres 2025. Entlassungen im öffentlichen Sektor, die noch immer recht straffe Geldpolitik, aber auch die sprunghafte und restriktive US-Handelspolitik dürften zur Abschwächung der Arbeitsnachfrage beigetragen haben. Der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz in Unternehmen dürfte hingegen bislang noch keine größeren Auswirkungen auf die Arbeitsnachfrage gehabt haben. 12

Eine empirische Analyse legt ebenfalls nahe, dass das Stellenwachstum in den USA zuletzt durch ein Zusammenspiel von begrenztem Arbeitsangebot und schwächerer Arbeitsnachfrage ausgebremst wurde. Eine Schockzerlegung in einem bayesianischen strukturellen vektorautoregressiven Modell ordnet etwa zwei Drittel der Verlangsamung des Beschäftigungswachstums im Jahresverlauf 2025 angebotsseitigen Faktoren und ein Drittel nachfrageseitigen Faktoren zu. 13 Das leichte Übergewicht angebotsseitiger Faktoren erklärt demzufolge auch, warum Arbeitnehmer trotz der eingetrübten Arbeitsnachfrage weiterhin eher überdurchschnittliche Reallohngewinne verbuchen konnten. 14

Alles in allem bleibt die Arbeitsmarktlage in den USA jedoch trotz einer gewissen Abkühlung solide. Diese folgt auf eine Phase eines ausgeprägten Arbeitskräftemangels. Zuletzt lag die Erwerbslosenquote wieder auf einem Niveau, das für eine Normalauslastung des Arbeitsmarktes spricht. Angesichts der zum Teil strukturellen Verlangsamung des Beschäftigungswachstums dürfte die Arbeitslosenquote auch perspektivisch der beste Gradmesser für die Beurteilung der Arbeitsmarktdynamik bleiben. 

Historische Schockzerlegung der US-Arbeitsmarktentwicklung im Jahr 2025
Historische Schockzerlegung der US-Arbeitsmarktentwicklung im Jahr 2025

2 Anhaltend moderates Wachstum im Euroraum

Im Euroraum stieg die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2025 weiter an. Laut der Schnellschätzung von Eurostat stieg das reale BIP im vierten Quartal 2025 um 0,3 %, ohne Irland gerechnet sogar noch etwas stärker. 5 Im Gesamtjahr 2025 wuchs das reale BIP gemäß Schnellschätzung um kalenderbereinigt 1,5 % (ohne Irland um 1,0 %). Die Wirtschaft im Euroraum entwickelte sich damit etwas besser als angesichts der Handelskonflikte erwartet worden war. Hinter dieser Widerstandsfähigkeit dürften die wieder günstigeren Energie- und Rohstoffpreise, verbesserte Finanzierungsbedingungen, ein stabiler Arbeitsmarkt und im späteren Jahresverlauf auch die Erwartung höherer Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung gestanden haben. Das gute Jahresergebnis spricht aber auch für eine solide Grunddynamik.

Der private Verbrauch belebte sich zum Jahresende hin spürbar. Die Einzelhandelsumsätze legten moderat zu, und bei den Kraftfahrzeugzulassungen gab es erneut einen deutlichen Anstieg. Auch im Gastgewerbe stiegen die Umsätze in den ersten beiden Monaten des Schlussquartals kräftig. Die Verstärkung des privaten Konsums ging mit einer weiteren Aufhellung des Verbrauchervertrauens einher. Vor allem der Ausblick auf die allgemeine wirtschaftliche Lage verbesserte sich merklich, aber auch die Erwartungen bezüglich der eigenen finanziellen Situation stiegen etwas. Dies deckt sich mit der anhaltend günstigen Einkommensentwicklung der privaten Haushalte bei weiterhin gemäßigten Teuerungsraten.

Die Investitionstätigkeit dürfte im abgelaufenen Vierteljahr weiter zugelegt haben. 6 Bei der Bauproduktion gab es im Durchschnitt der Monate Oktober und November ein deutliches Plus, wesentlich getrieben durch eine Ausweitung des Tiefbaus. Hier stützen wohl weiterhin die Infrastrukturinvestitionen das Wachstum. Der Wohnungsbau stagnierte im Oktober und November dagegen. Es könnte sich allerdings eine Talsohle abzeichnen, da die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnbauten seit Jahresbeginn 2025 kontinuierlich gestiegen ist. Die Ausrüstungsinvestitionen expandierten wohl erneut. Die Inlandsumsätze der Produzenten von Kapitalgütern nahmen im Oktober und November preisbereinigt merklich zu, und bei den Einfuhren von Investitionsgütern gab es ein kleines Plus. Die Aufwendungen für Informations- und Kommunikationstechnologien sowie für geistiges Eigentum dürften im Zuge der zunehmenden Digitalisierung ihren Aufwärtstrend fortgesetzt haben.

Die Warenausfuhren in Drittländer sanken merklich. Neben den dämpfenden Wechselkurseffekten dürfte vor allem die US-Zollanhebung den Außenhandel belasten. So sanken die Exporte in die USA kräftig und lagen zuletzt 15 % unter dem Jahresdurchschnitt von 2024. Aber auch die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich gaben etwas nach. Die Exporte in andere Länder hielten sich deutlich besser, vor allem in Länder im europäischen Ausland. Bei den Ausfuhren nach China gab es ebenfalls ein Plus. Nach Warenklassen betraf die Exportschwäche vor allem Vorleistungs- und Kapitalgüter. Die Exporte von Personenkraftwagen setzten ihren Abwärtstrend fort, während die Ausfuhren von Konsumgütern leicht zulegten. Die Dienstleistungsexporte des Euroraums stiegen gemäß Zahlungsbilanzangaben bis November etwas an. Die Wareneinfuhren aus Drittländern sanken im vierten Quartal preisbereinigt leicht. Die Abschwächung war bei den Vorleistungen und den Konsumgütern besonders ausgeprägt, während es bei den Investitionsgütern einen kleinen Anstieg gab.

Im Verarbeitenden Gewerbe legte die Aktivität im vierten Vierteljahr moderat zu. Die Investitionsgüterproduktion stieg trotz der leicht rückläufigen Kraftfahrzeugproduktion spürbar. Zudem erhöhte sich die Erzeugung von Vorleistungen und die Produktion von Gebrauchsgütern. Die Herstellung von Verbrauchsgütern sank hingegen merklich, maßgeblich aufgrund einer Abschwächung der Herstellung von pharmazeutischen Produkten. Trotz des Produktionszuwachses fiel die industrielle Kapazitätsauslastung weiter unter ihren langfristigen Durchschnitt. Während die Auftragsbestände aus dem In- und Ausland noch deutlich hinter ihrem langfristigen Mittel zurückblieben, übertrafen es die Neuaufträge laut Umfragen der Europäischen Kommission nun wieder. Zwar dürften die gestiegenen Zölle in den USA sowie die geschwächte Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf den Weltmärkten weiterhin dämpfend wirken. Die Wettbewerbsposition der Unternehmen im EU-Binnenmarkt verbesserte sich aber im Verlauf des vergangenen Jahres gemäß Umfragen etwas. Der Preisdruck auf der Erzeugerstufe nahm dank niedrigerer Energiepreise ab. Die Erzeugerpreise sanken im Vorjahresvergleich leicht, die Importpreise sogar merklich.

Konjunkturindikatoren für den Euroraum
Konjunkturindikatoren für den Euroraum

Die Expansion der Dienstleister setzte sich fort. Vor allem im Gastgewerbe dürfte die Geschäftstätigkeit spürbar zugelegt haben. Darüber hinaus stieg sie wohl auch in der Informations- und Kommunikationsbranche sowie bei den unternehmensnahen Dienstleistungen. Lediglich in den Bereichen Grundstücks- und Wohnungswesen und Verkehr und Lagerei sanken die Aktivitäten. Zu Letzterem dürfte die Schwäche bei den Ein- und Ausfuhren beigetragen haben. Laut Umfragen der Europäischen Kommission sieht aktuell fast die Hälfte der befragten Dienstleister keine Hemmnisse für ihre Geschäftstätigkeit. Sie klagten auch weniger häufig über eine unzureichende Nachfrage als im langfristigen Mittel. Gleichwohl belastet der Mangel an Arbeitskräften weiterhin Teile der Dienstleistungsbranche.

In den meisten Mitgliedsländern stieg die Wirtschaftsleistung. Vielerorts verbesserte sich die Konsumkonjunktur, und auch der Tourismus stützte angesichts einer bis in den Oktober verlängerten Reisesaison die Wirtschaftstätigkeit. Zudem belebte sich in mehreren Mitgliedsländern die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe, trotz zumeist schwacher Exporte in Drittländer. 

In Frankreich verlor das Wirtschaftswachstum zum Jahresende an Schwung. Das reale BIP legte laut erster Schätzung um 0,2 % zu, nach 0,5 % im Vorquartal. Im Gesamtjahr 2025 ergab sich ein Anstieg um 0,9 %. Die Verlangsamung gegen Jahresende ging wesentlich auf eine schwächere Investitionsdynamik zurück. Bei den Aufwendungen für Ausrüstungen gab es sogar einen merklichen Rückgang. Die immer noch lebhaft steigenden Ausfuhren, insbesondere im Bereich Luft- und Schifffahrt, gingen mit einem deutlich negativen Wachstumsbeitrag vom Lagerabbau einher. Bei den Einfuhren gab es ein kräftiges Minus. Der private Verbrauch verstärkte sich dagegen nach einer längeren Schwächephase merklich. Entstehungsseitig war die Wachstumsabschwächung breit angelegt. Die Geschäftstätigkeit der Dienstleister nahm nur noch leicht zu, die Aktivität am Bau stagnierte. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es nach einem starken Anstieg im Vorquartal einen leichten Rückgang.

Reales BIP im Euroraum und in ausgewählten Mitgliedsländern
Reales BIP im Euroraum und in ausgewählten Mitgliedsländern

In Italien verstärkte sich das Wachstum zum Jahresende. Das reale BIP stieg im vierten Vierteljahr vorläufigen Angaben zufolge gegenüber dem Vorquartal um 0,3 %, nach einem Zuwachs von 0,2 % im dritten Vierteljahr. Im Gesamtjahr 2025 betrug die Zuwachsrate 0,7 %. Positive Impulse kamen im vierten Vierteljahr wohl vor allem vom privaten Verbrauch, gestützt durch einen robusten Arbeitsmarkt und höhere verfügbare Einkommen. Zudem dürften die Investitionen erneut zugelegt haben. Die Warenexporte trugen wohl nur geringfügig zum Wachstum bei. Entstehungsseitig stieg insbesondere die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe.

Die spanische Wirtschaft wuchs weiter kräftig. Das reale BIP nahm laut der ersten Schätzung im vierten Quartal um 0,8 % zu, nach 0,6 % im Vorquartal. Im Gesamtjahr 2025 belief sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum auf 2,8 %. Die Binnennachfrage blieb auch gegen Jahresende schwungvoll. Die Investitionstätigkeit hielt das sehr hohe Tempo des Vorquartals, und auch der private Konsum stieg erneut kräftig. Die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen erholten sich nach einem Rückgang im Sommer. Hier dürfte der Tourismus eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Die Einfuhren legten im Einklang mit der dynamischen Binnennachfrage erneut kräftig zu. Entstehungsseitig verstärkte sich die Bauaktivität, und die Dienstleistungen expandierten anhaltend kräftig. Das Verarbeitende Gewerbe verlor dagegen merklich an Schwung. 

In den übrigen Mitgliedsländern ergab sich ein gemischtes Bild. In mehreren Mitgliedsländern stieg das reale BIP deutlich, darunter in den Niederlanden, Portugal und Litauen. Auch in Finnland gab es nach einer längeren Schwächephase wieder ein spürbares Wachstum. In Belgien und in Österreich legte das reale BIP hingegen nur leicht zu, und in Estland kam es nicht über den Vorquartalsstand hinaus. In Irland gab das reale BIP erneut etwas nach. 7

Die Lage am Arbeitsmarkt blieb auch im Schlussquartal 2025 stabil. Die Zahl der Beschäftigten stieg erneut etwas an, und die Arbeitslosenquote hielt sich auf dem niedrigen Stand von 6,3 %, nahezu unverändert seit Mitte 2024. Dennoch gibt es weiterhin deutliche Zeichen einer Eintrübung in einigen Mitgliedsländern, so etwa in Deutschland und Frankreich. Die Arbeitskräfteknappheit ließ gemäß Umfragen der Europäischen Kommission zuletzt weiter nach, übertraf aber noch das langfristige Mittel. Zudem sank die Quote der offenen Stellen seit dem Höchststand 2022 kontinuierlich. Nach der merklichen Abschwächung des Lohnwachstums bis Mitte 2025 dürfte das Wachstum der Bruttolöhne je Beschäftigten im Schlussquartal 2025 nur wenig weiter nachgelassen haben und auf erhöhtem Niveau verblieben sein. Hierzu trug das unverändert kräftige Lohnwachstum in Deutschland merklich bei.

Der Anstieg der Verbraucherpreise ließ im vierten Vierteljahr 2025 etwas nach. Der HVPI legte gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um 0,5 % zu, verglichen mit 0,6 % im dritten Quartal. Ausschlaggebend hierfür war der schwächere Preisanstieg der Waren. Bei Nahrungsmitteln fiel der Preisauftrieb so gering aus wie seit sechs Quartalen nicht mehr, und bei Industriegütern ohne Energie blieben die Preise sogar unverändert. Hier dürfte sich die Aufwertung des Euro niedergeschlagen haben. Für eine größere preisdämpfende Wirkung einer Umlenkung chinesischer Exporte in den Euroraum wegen der US-Zollpolitik gibt es hingegen keine Hinweise. Die Energiepreise sanken leicht. Dienstleistungen verteuerten sich weiterhin kräftig und sogar etwas stärker als im Vorquartal. 

Beiträge zur Teuerung (HVPI) im Euroraum
Beiträge zur Teuerung (HVPI) im Euroraum

Im Vorjahresvergleich verharrte die Inflationsrate im vierten Vierteljahr 2025 bei 2,1 %. Dahinter standen gegenläufige Bewegungen. Während die Energiepreise weniger stark sanken als noch im dritten Vierteljahr, gab die Teuerungsrate bei Nahrungsmitteln um 0,6 Prozentpunkte auf 2,5 % nach. Bei den weniger volatilen Komponenten verringerte sich der Preisauftrieb bei Industriegütern ohne Energie auf 0,5 %, wohingegen sich die Dienstleistungsinflation auf 3,4 % verstärkte. Dadurch zog auch die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) leicht an. Mit 2,4 % übertraf sie den längerfristigen Durchschnitt weiterhin deutlich. 

Im Jahresdurchschnitt 2025 sank die Inflationsrate auf 2,1 %. Die Kernrate verringerte sich ebenfalls weiter auf 2,4 %. Dazu trugen ein nachlassender Preisdruck bei vielen Rohstoffen, die Aufwertung des Euro, ein rückläufiges Wachstum der Lohnstückkosten und die verzögerten Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik bei. Die Differenz zwischen Waren- und Dienstleistungsinflation blieb mit 2,8 Prozentpunkten ungewöhnlich hoch. Im längerfristigen Durchschnitt betrug sie nur etwa 1 Prozentpunkt. Der Beitrag der Energie war zum dritten Mal in Folge negativ, die Preise für Industriegüter ohne Energie stiegen erneut um weniger als 1 %, und die Teuerung der Nahrungsmittel stabilisierte sich beim längerfristigen Mittel von etwas unter 3 %. Bei Dienstleistungen ließ der Preisauftrieb im Jahr 2025 etwas nach; dennoch lag die Teuerungsrate weiterhin deutlich über 3 %. 

Im Januar 2026 sank die Inflationsrate gemäß Vorausschätzung von Eurostat spürbar. Zum einen fielen die Preise für Energie wegen vorübergehend gesunkener Energie-Rohstoffpreise wieder etwas stärker. Zum anderen ließ die Dienstleistungsinflation nach. Die anderen Komponenten verteuerten sich hingegen mit ähnlichen Raten wie im Dezember oder sogar etwas stärker. Insgesamt belief sich die Teuerungsrate auf 1,7 %. Die Kernrate sank ebenfalls leicht, und zwar auf 2,2 %. Die erheblichen methodischen Änderungen des HVPI, die mit dem Berichtsmonat Januar in Kraft traten, hatten auf den Verlauf der Inflationsrate wohl keine wesentlichen Auswirkungen (vgl. hierzu den Exkurs „Zu den jüngsten technischen Änderungen des Harmonisierten Verbraucherpreisindex“ im Kapitel „Konjunktur in Deutschland“).

Stimmungsindikatoren für den Euroraum
Stimmungsindikatoren für den Euroraum

Im ersten Vierteljahr 2026 dürfte die Wirtschaftsleistung im Euroraum erneut moderat zulegen. Bis Januar reichende Stimmungsindikatoren zeigen eine Verbesserung der Produktionserwartungen für die kommenden Monate sowohl für das Verarbeitende Gewerbe als auch für die Dienstleister an. Zudem hellte sich die Aussicht in der Bauwirtschaft dank verbesserter Auftragslage auf. Die Stimmung der Verbraucher stieg ebenfalls leicht, blieb aber weiterhin zurückhaltend. Insbesondere ist die Neigung, größere Anschaffungen zu tätigen, anhaltend gering und die Sparneigung erhöht. Ihre eigene finanzielle Lage schätzen die Verbraucher hingegen inzwischen sehr positiv ein. Der private Verbrauch dürfte daher seine Expansion fortsetzen. Die Exporte dürften von der weiterhin robusten Weltwirtschaft profitieren, werden aber von den gestiegenen Zöllen auf dem wichtigen US-Markt und der effektiven Aufwertung des Euro gegenüber einem breiten Kreis an Handelspartnern gebremst. Die Wirtschaftsleistung wird zudem wohl von den privaten und öffentlichen Investitionen in die digitale Transformation, die Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung, die Verteidigung und die Anpassung an den Klimawandel gestützt werden. Gleichwohl werden sich die privaten Investitionen angesichts der vielfältigen Herausforderungen und Unsicherheiten vermutlich nur allmählich verstärken. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung in den kommenden Monaten weiterhin in etwa mit der Potenzialwachstumsrate expandieren. Der Arbeitsmarkt im Euroraum dürfte robust bleiben, mit im längerfristigen Vergleich niedriger Arbeitslosigkeit und leicht steigender Beschäftigung.

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